Trump lässt Milliardäre Profit schlagen aus der Coronapandemie

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29-08-20 12:25:00,

«USA News»: «Vermögensschere weitet sich dank Börsenhausse aus. Reichste Familien profitieren.» © USA News

Red. / 29. Aug 2020 –

Die Höhenflüge des Aktienmarkts helfen der US-Wirtschaft, meint der Präsident. Das sei purer Unsinn, entgegnet Robert Reich.

Red. Seit Beginn der Pandemie hätten US-Milliardäre abgeräumt. Ganz anders 50 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner, die Arbeitslosengeld beantragen mussten. Robert Reich, ehemaliger Arbeitsminister unter Bill Clinton, ärgert sich. Mit Beispielen zählt er auf, wie viel reicher einige der Reichsten geworden sind: Mark Zuckerbergs (Facebook) Vermögen nahm um 59 Prozent zu, das von Jeff Bezos (Amazon) um 39 Prozent. Die Familie Walton (Walmart) erhöhte ihr Vermögen um 25 Milliarden Dollar. Insgesamt hätten die Milliardäre um 637 Milliarden Dollar zugelegt.

Auch CEOs der Pharmaindustrie haben laut Reich von der Pandemie profitiert: Sie konnten die Preise von 250 Medikamenten erhöhen, davon 61, die gegen Covid-19 eingesetzt werden. Verfechter des «freien Marktes» argumentierten, das sei alles eine Folge von Angebot und Nachfrage. Die Herren der Big Tech und Pharma würden lediglich kaufen und verkaufen, was die Kunden während der Pandemie dringend nötig hätten.

Doch Gesetze verbieten eigentlich Preistreiberei und Monopole und sehen vor, dass während Kriegszeiten Extraprofite steuerlich abgeschöpft werden. Trumps Administration habe diese Spielregeln nicht durchgesetzt.

Im Gegenteil, erklärt Reich: Trump ignoriere all diese Gesetze bewusst, auch das Verbot, dank Insider-Wissen Gewinne einzustreichen. Gleichzeitig verteile das Weisse Haus Milliarden an Unterstützungsgeldern und Darlehen an ausgewählte Konzerne. Deren CEOs und Verwaltungsräte könnten sich rechtzeitig mit Aktien- und Options-Käufen voll bedienen, kurz bevor diese für den Handel freigegeben werden. Sobald dann die Aktienpreise in grossem Stil nach oben schnellen, könnten sie fette Gewinne einstreichen.

So hätten Insider von elf Konzernen nach entsprechenden Vorinformationen Aktien im Wert von zusammen über einer Milliarde Dollar verkauft. Das zeige eine Analyse der New York Times.

Reich führt folgende Beispiele auf: Eine Firma namens Vaxart mit Sitz in San Francisco wurde von der Trump-Administration beauftragt, einen Coronavirus-Impfstoff zu entwickeln, und zwar schnell! Der Wert der Optionen auf Vaxart-Aktien, die an Mitarbeitende der Firma verteilt wurden, versechsfachte sich innert zwei Wochen. Der Wert der Aktienoptionen von deren CEO erhöhte sich schlagartig von 4,8 auf über 28 Millionen Dollar.

Moderna,

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