Comeback der Menschenwürde

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31-08-20 10:10:00,

In unser altes politisches System möchte ich nicht mehr zurück, weil die Coronakrise zeigt, wie fragil diese Demokratie ist. Die Grundpfeiler der Gewaltenteilung sind erschüttert, sie haben sich als unstabil erwiesen. „Unsere“ Führung hat sich im Machtrausch des „Notstandes“ selbst demaskiert. Weitreichende Entscheidungen wie der Lockdown werden von einer handverlesenen „Elite“ getroffen. Dazu ermächtigt von der sich selbst amputierenden Not-Legislativen. Auf das Gegenwicht durch die Judikative warten wir noch. Und die Mainstream-Medien sind zum Gegenteil von Kontrolle geworden. Im Gleichklang fungieren sie als Sprachrohr der Regierung oder anderer Drahtzieher und stürmen voran in Panikmache und Propaganda.

Schon gar nicht will ich im „neuen Normal“ — ein noch fürchterlicheres Wort! — geleitet werden, denn dies sehe ich als Diktatur, zunächst noch im Tarngewand der Gesundheitsfürsorge, ähnlich wie im Science-Fiction-Roman Corpus Delicti von Juli Zeh visionär beschrieben. Einen Großteil unserer Freiheitsrechte haben wir schon jetzt verloren. Sprachlich, ganz nach George Orwell, werden wir nun weiter „weich geklopft“ für diese Diktatur. Der bereits eingeführte zentrale Begriff dafür lautet „erdulden“.

Wir sollen Leid, Entbehrungen und Freudlosigkeit ertragen und als Untertanen gehorchen. Später, wenn wir diese Entwicklung zulassen, werden nicht mehr „Recht und Gesetz“ herrschen, sondern, wie schon vor 80 Jahren, nur noch „das Gesetz“.

Kennzeichen dieser Diktatur, die sich abzeichnet, sind dann: Verletzbarkeit der Wohnung, Überwachung der Privatsphäre, Maskenpflicht, Abstandsregeln, Kontaktverbote, Ausgangssperren, Verlust der Versammlungsfreiheit, Diffamierungen und Verhaftungen Andersdenkender, Berufsverbote, Einschränkungen der Gewerbefreiheit, Zensur, Umerziehung, beschränkte Reisefreiheit, Quarantäne, Sippenhaft, Inobhutnahme und Kindesentzug, Pflicht zu Medikation und Therapie sowie, nicht zuletzt, Impfzwang — mit ständigen „Auffrischungen“ versteht sich — „‚Widerstand ist zwecklos!“

So eine Perspektive will ich nicht und das wollen die vielen, die auf der Demo am 1. August 2020 das „Ende der Pandemie“ mit ausgerufen haben, ebenfalls auf keinem Fall. Ich möchte in eine wache Zukunft gelangen, in ein „gelobtes Land“, das getragen wird von kritischen und aufgeklärten Menschen. Ich glaube, noch können wir (Welt-)Bürgerinnen und Bürger es schaffen, Gesellschaften zu prägen, in denen gegenseitiger Respekt und gegenseitige Wertschätzung die obersten moralischen Prinzipien bilden. Die Menschenwürde und alle verbürgten Freiheitsrechte des Souveräns werden in solchen Gemeinwesen selbstverständlich wieder geachtet.

Für diese Umwälzungen zu humanitären Gesellschaften werden wir sehr viel Kraft, hohes Engagement und einen scharfen Verstand brauchen. Wir befinden uns, so erlebe ich es, augenblicklich an einem Scheideweg: lassen wir es zu,

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