Am Ende gewinnen die Emotionen

am-ende-gewinnen-die-emotionen

02-09-20 12:32:00,

von Christian Reichhoff

Die folgende, Mark Twain zugerechnete Erkenntnis möchte ich meinen Gedanken voranstellen, denn diese scheint mir sehr wahr zu sein.

„Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.“

In den letzten Wochen und Monaten manifestierte sich in mir der Eindruck, dass ich mit allen noch so gut belegten Argumenten bei meinen Gesprächspartnern, welcher von der epochalen Bedrohung durch die Corona-„Pandemie“ überzeugt sind, absolut nichts erreiche, noch nicht einmal Nachdenklichkeit erzeugen kann. Im Gegenteil: Trotz bewusst äußerst ruhiger Gesprächsführung durch mich, sehe ich mich am Ende häufig massiver verbaler Aggression gegenüber.

Wie oft bin ich in diesen Tagen enttäuscht, verzweifelt und am Ende erschöpft, weil mir vertraute Mitmenschen mit Kühle, Argwohn und teilweise gar mit mühsam unterdrücktem Hass begegnen. Menschen, die ich zu meinen Freunden zählt(e), Kollegen, mit welchen ich arbeiten muss und die mich hinter vorgehaltener Hand nun als „Verschwörungstheoretiker“ und — ja, auch das hörte ich schon — Nazi handeln. Wie soll es unter diesen Umständen ein Zusammentreffen oder eine Zusammenarbeit geben?

Es ist für mich keine Lösung, zu schweigen. Zu groß ist der Schaden, welcher gerade von Politik und Medien den Menschen angetan wird. Aber in vielen Fällen muss ich mir auf die Zunge beißen, will ich nicht einen Großteil meines Soziallebens — und auch dem meiner Kinder — einbüßen. Dennoch wurden viele Tischtücher zerschnitten, unter Bekannten, im Freundeskreis, sogar innerhalb von Familien.

Aber soweit ich mich erinnere: Nie ging die Abkehr von demjenigen aus, welcher kritische Fragen stellte, sondern  stets von der Gegenseite: „Mit Dir kann man nicht diskutieren!“ Der Zweifelnde sucht das Gespräch, der Gläubige verweigert es. Warum ist das so?

Ich vermute, es ist vor allem eines: Angst.

Aber es ist gar nicht unbedingt die Angst vor „Corona“, auch nicht die vor der eigenen Sterblichkeit. Vielmehr scheint es die Angst zu sein, dass man — so man zu zweifeln beginnt — sich darüber klar werden würde, dass man erfolgreich getäuscht wurde, man sich kolossal geirrt hat. Damit würde man alle seine Wahrnehmungen, alle Erinnerungen, gar sein Weltbild — sein gesamtes ICH infrage stellen. Davor hat unser Unterbewusstsein eine tiefe Grundangst, eine die kaum zu überschätzen ist, und die automatisch Vermeidungsstrategien ablaufen lässt.

Zu Beginn der staatlichen Zwangsverordnungen versuchte ich meinen Gesprächspartnern mittels Fakten von Bhakdi,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: