Leugnung von Corona in Griechenland unter Strafe

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03-09-20 12:13:00,

Corona-Demonstrationen, wie letztes Wochenende in Berlin, wären in Griechenland nicht möglich. Seit kurzem gelten dort die Leugnung von Corona und die Verbreitung entsprechender Theorien als strafbar.

Seit Anfang August sind in Griechenland das Leugnen der Corona-Pandemie und die Verbreitung entsprechender Theorien, die Nichteinhaltung der Corona-Regeln oder der Aufruf zum Brechen dieser Regeln strafbar.

Cybercrime-Einheit jagt „Corona-Sünder“

Die griechische Polizei hat eine eigene Cybercrime-Einheit zur Überwachung von Blogs und sozialen Netzwerken auf entsprechende Verstöße eingerichtet.

Wie das Online-Journal „Telepolis“ berichtet, verkündete die Cybercrime-Einheit am 21. August erste Erfolge: 21 Fälle von Corona-Leugnung über soziale Netzwerke würden bereits staatsanwaltschaftlich verfolgt werden. Dazu gehöre auch eine Elterninitiative, die gegen die Maskenpflicht für Schulkinder protestieren wollte.

Demonstrationen bisher unter Auflagen geduldet

Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch in Griechenland zu schweren wirtschaftlichen Einbußen, insbesondere im Tourismusbereich, führen, werden bisher geduldet, solange Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. So fand am 24. August vor dem Parlament in Athen eine Demonstration gegen die Schließung von Bars und Nachtklubs um Mitternacht statt.

Polizei überprüft Einhaltung der Maskenpflicht

Die Einhaltung der Maskenpflicht wird in Griechenland von Polizei und Ordnungsdiensten streng überwacht. So stoppt die Polizei in Athen beispielsweise Busse und kontrolliert die Einhaltung der Corona-Regeln. Das aktuelle Bußgeld für das Nichttragen von Masken beträgt in Griechenland 150 Euros. Die Strafe gilt bereits, wenn jemand die Maske nur über dem Mund und nicht über der Nase trägt.

In Risikogebieten Verbot von Partys und Versammlungen

Obwohl Griechenland Tourismus zum Teil wieder zugelassen hat, sind die Regeln für die eigene Bevölkerung streng. So gilt in Gebieten des Landes, die zu Risikoregionen erklärt wurden, ein Verbot für private Feiern. Auch Versammlungen mit mehr als neun Personen sind verboten und werden mit einem Bußgeld bestraft.

5000 Euro bei Verstoß gegen Quarantäneauflagen

Besonders streng werden Verstöße gegen Quarantäneauflagen geahndet. So berichtet „Telepolis“ von einem Rechtsanwalt, der der mündlichen Aufforderung zur Selbstisolierung nach dem Kontakt mit einer infizierten Person nicht nachkommen wollte. Er bestand auf einer schriftlichen Anweisung zur Quarantäne. Als er sich daraufhin mit dem Schiff auf die Ferieninsel Mykonos begab, empfing ihn dort bereits die Polizei mit einem schriftlichen Bescheid über ein Bußgeld von 5000 Euro. Der Rechtsanwalt musste außerdem die Quarantänezeit auf eigene Kosten in einem Hotel auf der Insel verbringen.

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