Das Impf-Business

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04-09-20 08:44:00,

Im Jahr 2009 haben Wissenschaftler der Cochrane belegt, dass das weithin verschriebene und eingesetzte Grippe-Medikament Tamiflu kaum wirksam ist und überdies alle zugrunde liegenden Studien vom Hersteller beeinflusst wurden. Was ist davon zu halten, dass die Gemeinsame Kommission für Antivirale Therapie der Gesellschaft für Virologie (GfV), der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) und der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) nach der Aufdeckung dieses Skandals die Substanzgruppe der Neuraminidasehemmer, der Tamiflu und Relenza zuzuordnen sind, weiterhin als Grippe-Medikamente empfehlen? Mit anderen Worten: Eine Medikamentengruppe ohne Evidenz für eine substanzielle Beeinflussung der Grippe wird als unverzichtbar für Risikopatienten und medizinisches Personal erklärt (1).

Wir haben es hier mit einer Blaupause für die Anwendung wirkungsloser Medikamente zu tun: Bei vagem Verdacht werden sie schnellstmöglich verabreicht, sodass Erfolge alleine daraus resultieren, dass manche Behandelte überhaupt keine Grippe hatten. Wer viele Menschen bei leichten Beschwerden behandelt, wird viele Heilungen beanspruchen können!

Beinahe alles, was Behörden wie beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation WHO zwischen 2004 und 2009 über die Neuraminidasehemmer mitteilten, um den Schein einer medikamentösen Behandlungsmöglichkeit zu wahren, ist unzutreffend. Das vor allem für Krankheitsepidemiologie zuständige Robert Koch- Institut (RKI) kommuniziert immer wieder mehr als 20 000 Grippetote in Deutschland (2). Laborbestätigt sind in den Jahren 2010 bis 2013 aber lediglich 26 bis 198 pro Saison (3)!

Die Ende der 1990er-Jahre im Gefolge des AIDS-Skandals bei Blutern reaktivierte STIKO (Ständige Impfkommission des RKI) hat sich immer wieder durch industriefreundliche Entscheidungen hervorgetan. Vergessen und unterdrückt ist der Skandal um die Polioimpfung (Kinderlähmung), die heute als eine der großen Erfolgsgeschichten der Medizin gilt. In den 1950er-Jahren haben in den USA Albert Sabin (1906 bis 1993) und Jonas Salk (1914 bis 1995) unabhängig voneinander Impfstoffe (Vakzine) entwickelt: Sabin einen Lebendimpfstoff mit funktionsfähigen, abgeschwächten Viren, Salk einen Totimpfstoff mit inaktivierten Viren. Kurz nach Beginn der Massenimpfung mit dem inaktivierten Impfstoff von Salk wurden in den USA etwa 40.000 Kinder mit Poliomyelitis infiziert, mindestens 200 Fälle mit dauerhaften Lähmungen und zehn Todesfälle (4).

Dieser nach dem Hersteller als „Cutter-Zwischenfall“ bezeichnete Arzneimittelskandal verhinderte allerdings nicht, dass die Salk-Vakzine in der westlichen Welt — 1960 auch in Deutschland mit Empfehlung der STIKO — als Standard eingeführt wurde, obwohl Sabins oraler Impfstoff (Schluckimpfung) erwiesenermaßen verträglicher und kostengünstiger war.

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