Die allmächtige Sorge

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04-09-20 08:39:00,

Warum so viel Aufhebens wegen einer dreieinhalbstündigen Übung, bei der sich führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, internationalen Organisationen und Regierungen zusammensetzen, um den vorhersehbaren Problemen einer schweren Pandemie entgegenzuwirken? Allen Beteiligten ist klar, dass in solch einem Fall die nationalen Regierungen allein mit der Situation überfordert und auf die Ressourcen der privaten Wirtschaft angewiesen sein werden.

Zunächst sind da zwei Punkte, die nachdenklich machen: der Zeitpunkt und wovon in der Übung ausgegangen wird. Alle Pandemiepläne der deutschsprachigen Länder Österreich, Schweiz und Deutschland sprechen von einem Influenza-Pandemieplan (1, 2, 3). Die Übung simuliert dagegen eine Corona-Pandemie, und das nur wenige Monate vor deren Ausbruch! Was bedeutet das?

Wertvolle Informationen sind der nachträglichen Zusammenfassung zu entnehmen:

„Jüngste Wirtschaftsstudien zeigen, dass Pandemien die Ursache für einen durchschnittlichen jährlichen wirtschaftlichen Verlust von 0,7 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts beziehungsweise 570 Milliarden Dollar sein werden. Die Reaktionen der Akteure auf das Szenario verdeutlichten die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Industrie, nationalen Regierungen, wichtigen internationalen Institutionen und der Zivilgesellschaft, um die katastrophalen Folgen zu vermeiden, die sich aus einer groß angelegten Pandemie ergeben könnten“ (4).

Der hier angenommene wirtschaftliche Schaden dürfte heute allein schon für Deutschland zutreffen. Aber sehen wir weiter:

„Regierungen und der Privatsektor sollten der Entwicklung von Methoden zur Bekämpfung von Fehl- und Desinformation vor der nächsten Pandemiebekämpfung größere Priorität einräumen. Regierungen werden mit traditionellen und sozialen Medienunternehmen zusammenarbeiten müssen, um flinkere Ansätze zur Bekämpfung von Fehlinformationen zu erforschen und zu entwickeln. Dazu muss die Fähigkeit entwickelt werden, die Medien mit schnellen, genauen und konsistenten Informationen zu überfluten“ (5).

Hier beantwortet sich also unser Staunen und Entsetzen hinsichtlich dessen, was uns die Medien seit Wochen vorführen. Der Plan ging in Erfüllung!

„Die Medienunternehmen ihrerseits sollten sich verpflichten, dafür zu sorgen, dass autoritativen Botschaften Vorrang eingeräumt wird und dass falsche Botschaften unterdrückt werden, auch durch den Einsatz von Technologie“ (6).

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Doch vergessen wir nicht, dass all die bedeutenden Persönlichkeiten — ausgestattet mit besonderen Machtbefugnissen entsprechend ihren Positionen in Konzernen und Organisationen —, die sich in besagter Runde versammelten, die Sorge um das Überleben der Menschheit eint und anleitet.

Die Allmacht der Sorge ist immer gegenwärtig. Zu jedem Zeitpunkt. Sie besteht aus einer umfassenden Einheit aus Gefahr,

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