Nowitschok, Nawalny, Nordstream, Nonsense

nowitschok,-nawalny,-nordstream,-nonsense

04-09-20 08:15:00,

Der Menschenrechtsaktivist, Blogger und frühere britische Botschafter Craig Murray hat sich im vergangenen Jahr ausführlich mit der angeblichen Nowitschok-Vergiftung der Skripals in Salisbury auseinandergesetzt. An der offiziellen Story machte er so viele Ungereimtheiten und offene Flanken aus, dass er sicher ist: So wie von der britischen Regierung und den Leitmedien dargestellt, kann es sich nicht abgespielt haben. Auch der Geschichte um die angeblich zweifelsfrei festgestellte Nowitschok-Vergiftung von Alexej Nawalny samt obligatorischem Fingerzeig nach Moskau begegnet Murray mit einer gehörigen Portion Skepsis und Ironie. Übersetzung von Susanne Hofmann.

Sobald Nawalny in Berlin war, war es nur eine Frage der Zeit, ehe man erklärte, dass er mit Nowitschok vergiftet wurde. Die Russenfeinde sind entzückt. Dies beseitigt natürlich die letzten Reste eines Zweifels daran, was mit den Skripals passiert ist, und beweist, dass Russland isoliert und zu Tode sanktioniert werden muss und wir unzählige Milliarden für Waffen und Sicherheitsdienste ausgeben müssen. Wir müssen auch die Überwachung im Inneren verstärken und gegen abweichende Meinungen im Internet hart durchgreifen. Es beweist auch, dass Donald Trump eine russische Marionette ist und der Brexit ein russisches Komplott.

Ich werde zweifelsfrei beweisen, dass ich ein russischer Troll bin, indem ich die Frage nach dem „cui bono?“ stelle, die von Ben Nimmo von der Integrity Initiative so messerscharf als sicheres Zeichen russischer Einflussnahme ausgemacht wurde.

Ich könnte darlegen, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass ein mächtiger Oligarch oder ein Arm des russischen Staates versucht haben könnte, Nawalny zu ermorden. Er ist ein kleines Ärgernis und hierzulande wesentlich bekannter als in Russland, doch keine große Bedrohung darzustellen, schützt einen in Russland nicht vor einem politischen Attentat.

Schwer vorstellen kann ich mir allerdings, dass Nawalny – sollten Putin oder andere sehr mächtige russische Akteure seinen Tod wollen und hätten ihn daher während seines Aufenthaltes in Sibirien angegriffen – heute in Deutschland noch am Leben wäre. Wünschte Putin seinen Tod, dann wäre er tot.

Sehen wir uns zunächst einmal die Angriffswaffe an. Wenn wir eines über „Nowitschok“ sicher wissen, dann, dass es nicht sonderlich gut zum Ermorden zu taugen scheint. Die arme Dawn Sturgess ist die einzige, die je angeblich an „Nowitschok“ gestorben ist, versehentlich, laut offiziellem Narrativ. „Nowitschok“ hat die Skripals nicht getötet, die das eigentliche Ziel waren. Wollte Putin,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: