Das russische Fernsehen über die politische Woche in Deutschland: Navalny, Reichstagstreppe, Corona-Demo | Anti-Spiegel

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07-09-20 07:42:00,

Im russischen Fernsehen gab es am Sonntagabend in der Sendung „Nachrichten der Woche“ einen Beitrag über die politischen Ereignisse der vergangenen Woche in Deutschland. Der Blick „von außen“ war sehr interessant, zumal er sich diametral von dem unterscheidet, wie die deutschen Medien berichtet haben. Daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das russische Außenministerium veröffentlichte einen Kommentar, in dem es berichtet, dass Experten aus Nato-Ländern viele Jahre an der Gruppe von Kampfstoffen, die gemeinhin als „Novitschok“ bezeichnet wird, geforscht haben. Mehr noch, in den Vereinigten Staaten von Amerika wurden mehr als 150 Patente für Kampfstoffe aus der „Novitschok“-Gruppe angemeldet. (Anm. d. Über.: Nachdem ein russischer Überläufer Anfang der 1990er Jahre die Formel für Novitschok preisgegeben hat, haben mindestens die Geheimdienste Deutschlands, der Tschechei, Großbritanniens und der USA an Novitschok geforscht. Das ist schon seit dem Fall Skripal bekannt)

Das Gift aus der Gruppe „Novitschok“ tauchte in den Aussagen der deutschen Regierung nun wieder auf, die behauptet, es sei „Novitschok“ gewesen, mit dem der Blogger Navalny vergiftet worden sein soll, den die Berliner Klinik „Charite“ seit zwei Wochen im Koma hält. Merkels Äußerung hat das politische Leben in Deutschland erwartungsgemäß aufgerüttelt. Und nicht nur in Deutschland.

Die deutsche Klinik mit dem französischen Namen „Charite“, die in Russland dank einer TV-Serie bekannt wurde, ist bei Politikern aus dem postsowjetischen Raum sehr beliebt: Hier wurden Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, Eduard Schewardnadse und Julia Timoschenko behandelt. Im Jahr 2004 halfen Ärzte der Klinik Viktor Juschtschenko, die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zu gewinnen, als sie ihm eine durch nichts bestätigte Diagnose einer Dioxinvergiftung ausstellte. Jetzt ist der Frontmann der russischen Opposition Alexej Navalny hier zur Untersuchung und Behandlung. Obwohl man korrekterweise sagen sollte, dass die „Charite“ der Ort ist, an dem sich Navalnys Spur verkliert.

Der russische Oppositionelle wurde am 22. August mit einem Flugzeug nach Berlin geflogen. Als persönlicher Gast der Kanzlerin. Nach offiziellen Angaben war er zu dieser Zeit in einem ernsten, aber stabilen Zustand im künstlichen Koma.

Hier sehen Sie die Fahrzeugkolonne aus 13 Krankenwagen, Feuerwehrfahrzeugen, Kriminal- und Schutzpolizei, begleitet von einer Motorradeskorte, mit der Navalny in die Charite gebracht wurde. Das Krankenhaus wird streng bewacht. Am selben Tag berichtete der Pressedienst des Krankenhauses, dass bei Navalny ein Enzym, das für die Funktion des Nervensystems verantwortlich ist,

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