Brown University: US-Kriege haben seit 2001 bis zu 59 Mio. Menschen zu Flüchtlingen gemacht | Anti-Spiegel

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08-09-20 06:47:00,

Es gibt Meldungen, die sind schlimmer, als man es sich gedacht hat. Eine US-Universität hat die Folgen der US-Kriege seit 2001 analysiert und ist zu schockierenden Ergebnissen gekommen, über die die deutschen „Qualitätsmedien“ – wenig überraschend – nicht berichten.

Die Studie der Brown University aus Rhode Island, USA, erschien unter dem Titel „Flüchtlinge erschaffen: Vertriebene aufgrund der amerikanischen Post-9/11-Kriege“ und die dort genannten Zahlen sind schlicht schockierend. Ich will die in meinen Augen wichtigsten Zahlen und Angaben aufzeigen, lade aber jeden ausdrücklich ein, sich die Studie selbst anzuschauen, denn ich kann hier nur einen kleinen Überblick geben.

Gleich am Anfang werden die wichtigsten Erkenntnisse so zusammengefasst (Hervorhebungen wie im Original):

  • Die Kriege der USA nach 9/11 haben mindestens 37 Millionen Menschen in und aus Afghanistan, Irak, Pakistan, Jemen, Somalia, Philippinen, Libyen und Syrien vertrieben. Das übertrifft die Zahl Vertriebenen aller Kriege seit 1900, mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs.
  • Millionen weitere wurden durch andere Konflikte nach 9/11 unter Beteiligung von US-Truppen unter anderem in Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrika, Republik, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Mali, Niger, Saudi-Arabien und Tunesien zu Vertriebenen.
  • Die 37 Millionen sind eine sehr konservative Schätzung. Die Gesamtzahl der durch die USA nach 9/11 in Kriegen Vertriebenen könnte eher bei 48 bis 59 Millionen liegen.
  • 25,3 Millionen Menschen sind nach ihrer Vertreibung zurückgekehrt, obwohl das nicht das Trauma der Vertreibung behebt oder bedeutet, dass die Vertriebenen in ihre ursprüngliche Heimat oder in ein sicheres Leben zurückgekehrt sind.
  • Keine Zahl kann etwas über die Schäden von Vertreibung vermitteln. Die Menschen hinter den Zahlen sind nur schwer zu erkennen und Zahlen können nicht vermitteln, wie es sich anfühlen muss, sein Zuhause, sein Hab und Gut, sein soziales Umfeld und vieles mehr zu verlieren. Die Vertreibunghat Einzelpersonen, Familien, Dörfern, Städten, Regionen und ganzen Ländern nicht-zählbares physisches, soziales, emotionales und wirtschaftliches Leid zugefügt.

Man beachte das: Kein anderes Land der Welt hat nach dem Zweiten Weltkrieg so viel Unglück über Dutzende Millionen von Menschen gebracht, wie die USA in den letzten 20 Jahren. Das einzige Regime, das in den letzten 120 Jahren mehr Leid erzeugt hat, waren die Nazis. Aber Medien und deutsche Politiker, die behaupten, nie wieder dürfe sich dieses Leid wiederholen, unterstützen die US-Politik blind und beschimpfen die Kritiker als „Amerika-feindlich“ oder „Putin-Versteher“ oder was auch immer denen gerade an neuen Schimpfworten einfällt.

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