Corona macht Schule

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08-09-20 06:50:00,

Nahezu alle medizinischen Corona-Studien zur Anfälligkeit und Infektiosität von Kindern geben Entwarnung. Trotzdem haben – bis auf Sachsen – sämtliche Bundesländer in der einen oder anderen Form die Maskenpflicht in Schulen eingeführt. Es scheint, als lebten Landespolitiker ihre Profilierungssucht auf Kosten der Schüler aus. Dies wiegt schwer, denn die gesundheitlichen Auswirkungen dieser und anderer Corona-Maßnahmen auf Kinder sind besorgniserregend.

STEFAN KORINTH, 8. September 2020, 0 Kommentare

Inzwischen hat in 15 von 16 deutschen Bundesländern das neue Schuljahr begonnen. Trotz lange anderslautender Pläne haben außer Sachsen alle Bundesländer auf die eine oder andere Art Verpflichtungen zum Maskentragen in Schulen aufgestellt. Am schärfsten agierte dabei das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW), das das Maskentragen für zwei Wochen sogar im Unterricht vorschrieb. Bayern zog im September nach. Trotz großer Hitze und Schwüle wurde diese Maskenpflicht in NRW durchgesetzt.

Eine Lehrerin schreibt:

„Im Klassenraum bei circa 35 Grad habe ich die Kinder nicht mehr aufgefordert (die Maske aufzusetzen), da ich es unzumutbar fand, woraufhin ich mich einer wütenden Schulleitung stellen musste, die mir sagte, wenn ein Kind umkippt, soll ich halt den Krankenwagen rufen, ansonsten habe ich mich gefälligst an die Anweisungen zu halten.“

Ganztägiges Maskentragen wird Mitarbeitern im Einzelhandel nicht zugemutet, Schüler in NRW und in Bayern sollen es hingegen erdulden. Auch einige Schulen in anderen Bundesländern verpflichteten ihre Schüler dazu. Zu Beginn des Schuljahres häuften sich denn auch Krankmeldungen und negative Erfahrungsberichte betroffener Kinder und Eltern. „Das war der schlimmste Tag in meiner gesamten Schülerlaufbahn“, berichtete ein Junge seiner Großmutter über den ersten Tag nach den Sommerferien in NRW.

In vielen Berichten klagen Kinder über Schwindelgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten, Übelkeit oder Kopfschmerzen infolge der Masken. Auch von Hautproblemen ist die Rede. Kinder, die durch ärztliche Atteste von der Maskenpflicht befreit sind, berichteten davon, wiederholt von Lehrern angeherrscht und von Mitschülern gemaßregelt worden zu sein.

Der Arzt und Maskenbefürworter Burkhard Rodeck von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin („Die Maske ist unser Freund“) bestreitet jedoch in einem WDR-Interview, dass Masken körperlich negative Folgen für Kinder hätten. Es sei vor allem „eine psychologische Problematik“. Einige Kinder fühlten sich unter der Maske beengt. Dies müsse man ernst nehmen. Er forderte, dass über Masken in der Öffentlichkeit noch besser berichtet werden solle,

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