Der Einfluss der US- und NATO-Netzwerke

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09-09-20 10:04:00,

Als Antwort und Ergänzung zum gestrigen Beitrag Aktion „Einflussagenten erkennen und benennen“ schickt Wolfgang Bittner einen ausgesprochen einschlägigen Auszug aus einem seiner interessanten Bücher. Weil das Thema augenfällig aktuell ist, geben wir Ihnen diesen Text zur Kenntnis. Wolfgang Bittner hält die NachDenkSeiten-Aktion zu den Einflussagenten übrigens für ausgesprochen wichtig. Albrecht Müller.

Auszug aus dem Buch Der neue West-Ostkonflikt – Inszenierung einer Krise*] Von Wolfgang Bittner

Wenn man die Mitwirkung Deutschlands an den Kriegen der USA und ihrer NATO, die Aggressionspolitik gegen Russland, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten oder auch die verbotenen Waffenexporte in Krisenregionen, zum Beispiel nach Saudi-Arabien, das den Jemen in die Steinzeit zurückbombt, vor Augen hat, ist die permanente Berufung deutscher Politiker und ihrer Medien auf eine „westliche Wertegemeinschaft“ eine einzige Farce.

Albrecht Müller schrieb zu dem westlichen Anspruch, Recht und Moral immer auf seiner Seite zu haben:

„Wir, der Westen unter Beteiligung von Deutschland, führen Kriege im Nahen Osten und in Afrika und zerstören die Lebensgrundlagen vieler Völker. Wir zetteln wie in Syrien Bürgerkriege an, um Regime Changes nach unserem Gusto zu erreichen. Und dann bedienen wir uns bei den gut ausgebildeten Menschen dieser Völker, insbesondere auch bei der Jugend. Das ist infam, das ist unfassbar und ein Beleg dafür, dass diese unsere Gemeinschaft jedenfalls keine Werte hat.“1]

Vor allem die Willfährigkeit der deutschen Regierung gegenüber den Vorgaben aus den USA ist verhängnisvoll und zeigt eindrucksvoll, dass Deutschland nach wie vor unter Kuratel steht.2] Bereits seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben das US-Außenministerium, geheimdienstliche Organisationen sowie sonstige interessierte Kreise aus den USA die Welt und insbesondere den Frontstaat Deutschland mit ihren Think Tanks und „Nichtregierungsorganisationen“ überzogen.3] Dazu gehören Atlantik-Brücke, Münchner Sicherheitskonferenz, European Council on Foreign Relations, Aspen Institut, Goldman Sachs Foundation, The American Interest, Atlantic Council, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Rockefeller Foundation, German Mashall Fund (GMF)Atlantische Initiative – insgesamt weit über hundert Organisationen. Mit diesen Netzwerken nehmen die USA Einfluss auf die Politik.4] Das wird jedoch in den Medien, deren leitende Redakteure ebenso wie namhafte Politiker gern solchen Netzwerken angehören, nicht thematisiert.

Der „Atlantik-Brücke“ gehören zum Beispiel folgende Politiker an: Angela Merkel (CDU),

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