Meinungsfreiheit vs. Propaganda – Beispielhafter Vergleich zwischen Russland und Deutschland | Anti-Spiegel

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09-09-20 08:15:00,

Wir lernen in deutschen Medien jeden Tag, dass in Russland strenge Zensur, Propaganda und Unterdrückung von Meinungsfreiheit herrscht. Aber wie ist das tatsächlich, wo kommen Kritiker zu Wort? Wo werden ihre Aussagen verfälscht oder unterdrückt?

Wir können diese Frage derzeit sehr anschaulich an aktuellen Entwicklungen vergleichen. In Weißrussland sehen wir massive Proteste gegen die Regierung und in Deutschland auch. In Berlin zum Beispiel waren mehr Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf den Straßen, als in Minsk gegen Lukaschenko protestieren. Sicher, die Zahlen kann man diskutieren und offiziell waren es am 29. August in Berlin nur 38.000, während nach westlichen Angaben bis zu 100.000 in Minsk demonstriert haben. Aber Luftbilder sagen mehr als Worte, umso interessanter ist es, dass sie leider nicht in den Medien gezeigt werden. Hier habe ich ein Bild, dass die Demo vom 29. August in Berlin zeigt (und übrigens sehr anschaulich zeigt, worauf die deutschen Medien ihren Fokus gehalten haben, aber das ist ein anderes Thema).

Zu Minsk habe ich keine solchen Bilder gefunden, sollte jemand ein derartiges Bild haben, werde ich es als Vergleich hier gerne veröffentlichen.

Aber egal, wo es mehr Demonstranten gab, Fakt ist, dass es sowohl in Berlin, als auch in Minsk derzeit massive Anti-Regierungsproteste gibt. Da lohnt sich doch mal ein Vergleich, wie die Medien damit umgehen. Man muss sich dazu fragen, kommen in den betroffenen Ländern die Regierungskritiker zu Wort? Und vor allem: Wird ihre Kritik auch tatsächlich ungekürzt gezeigt?

In Deutschland ist die Antwort jedem bekannt: In Deutschland wird über die Regierungskritiker berichtet. Die Medien belegen sie mit bösen Worten („Verschwörungsideologen“, „Rechtsextreme“, ganz aktuell sogar „Antisemiten“ und noch vieles mehr). Aber im deutschen Fernsehen oder auch in anderen Mainstream-Medien werden sie nie komplett zitiert. Ihre Aussagen – mögen sie sinnvoll sein oder nicht – werden nicht im Original gezeigt. Wenn etwas gezeigt wird, dann sind es aus dem Zusammenhang gerissene Äußerung von Demonstranten, aber nie kommen die Veranstalter der Proteste zu Wort und schon gar nicht in voller Länge.

Aber wie steht es damit in Weißrussland oder Russland? Dazu gibt es ein aktuelles Beispiel, denn es gibt ja die angebliche Siegerin bei den Präsentschaftswahlen in Weißrussland, Swetlana Tichanowskaja. Die wendet sich derzeit ständig mit Videoansprachen an die Öffentlichkeit, so wie es auch die Corona-Kritiker in Deutschland tun.

Im Unterschied zu Deutschland werden in Russland und Weißrussland aber solche Ansprachen in allen Medien (auch den staatlichen) komplett veröffentlicht.

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