Es war kein Mordanschlag von Putin | Von Karl Bernd Esser | KenFM.de

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10-09-20 02:01:00,

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Alexei Nawalny – Gast der Bundeskanzlerin

Ein Standpunkt von Karl Bernd Esser.

Als man den russischen Oppositionsführer Alexei Nawalny mit einem Privatjet nach Deutschland holte und daraufhin das ZDF ihn als Kanzlerin-Gast präsentierte (1), war man sich in deutschen Medien und der Politik schon sicher, der russische Präsident Putin hat Nawalny vergiften lassen. So wird es bleiben, etwas anderes war und ist auch nicht aus dem Westen und aus Deutschland zu erwarten.

Die deutschen Mainstream-Medien überbieten sich mit haltlosen Anschuldigungen gegen Russland. Ohne einen richtigen Beweis vorzulegen, werden diese Vorwürfe von Deutschland in die Welt posaunt. Alleinherrscher Putin soll angeordnet haben, Kremlkritiker Alexei Nawalny, mit dem Nervengift Nowitschok zu vergiften.

Als wenn es keine andere Möglichkeit gäbe, den russischen Oppositionsführer Nawalny unauffällig loszuwerden, soll der FSB (Inlandsgeheimdienst Russlands) ausgerechnet ein bekanntes Nervengift verwendet haben, das es vermeintlich nur in Russland geben soll. Das stimmt aber so nicht ganz, denn der deutsche BND, die CIA in den USA, wie Schweden und auch andere NATO-Partner sind in Besitz des ursprünglich in Russland hergestellten Nervengiftes.

Die Geschichte des Kontaktgiftes Nowitschok

Mit Nowitschok (auf deutsch -Neuling-) begann die Sowjetarmee in den 1970er Jahren, als Reaktion auf Chemiewaffenprogramme der USA , einen eigenen Kampfstoff zu entwickeln. Die USA hatte bis 1990 einen vergleichbaren Kampfstoff mit dem Namen „BIGEYE“ hergestellt . Es ist ein sogenannter binärer Kampfstoff, bestehend aus verschiedenen Komponenten. Sie entwickeln ihre Wirkung erst, nachdem sie zusammengemischt worden sind, und sollen um ein Mehrfaches toxischer sein als besser bekannte Nervengifte wie VX (2). Menschen, die damit in Berührung kommen, werden von unkontrollierten Zuckungen der Muskulatur befallen (3). Gibt es keine schnelle Behandlung – etwa mit Atropin, wie jetzt im Fall Nawalny – ersticken die Opfer oder sterben an einem Herzstillstand.

Nowitschok ist ein kaum nachweisbares, hochpotentes und relativ sicher zu lagerndes Nervengift. Die mittlere letale Dosis von Nowitschok bei Hautkontakt liegt etwa bei einem Milligramm, womit es zu den stärksten Nervengiften überhaupt zählt. Die Komponenten von Nowitschok werden als Pulver gelagert,

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