Mit Geld des Staates: Corona-Demonstranten werden in die Nähe von Antisemiten gerückt | Anti-Spiegel

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10-09-20 01:57:00,

Der Spiegel hat in einem Artikel den Corona-Demonstranten Antisemitismus vorgeworfen. Das klingt griffig, verteufelt die Demonstranten in den Augen der Leser und der Antisemitismus-Vorwurf ist in Deutschland das ultimative Mittel zur Diffamierung Andersdenkender. Interessant ist aber die Quelle für die Vorwürfe: Es ist der deutsche Staat selbst.

Der Spiegel-Artikel erschien unter der Überschrift „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus – Antisemitische Vorfälle bei mindestens 123 Corona-Demos registriert“ und er begann folgendermaßen:

„Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen hat die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) etliche antisemitische Vorfälle registriert. Allein im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni hat es bei 123 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem Bericht des RIAS-Bundesverbands hervorgeht.“

Das klingt böse, so viel Antisemitismus in Deutschland! Dass bei all den Demos in den vielen Monaten Hunderttausende teilgenommen haben, kann man dort nicht lesen. Und dass es bei jeder Demo mit tausenden Teilnehmern auch ein paar Spinner geben mag, wird nicht erwähnt. Es wird also eine Zahl (123) genommen, die nach ganz vielen Vorfällen klingt, aber es handelt sich dabei um 123 einzelne Menschen, wobei auch eine Mehrfachzählung möglich ist, wenn einer der Typen auf mehreren Demos war. Aber wenn man es ins Verhältnis mit hunderttausenden Teilnehmern setzt, dann reden wir über einen Anteil von wenigen Promille (nicht einmal Prozent) von Spinnern bei den Demos. Dem Spiegel sind die aber einen eigenen Artikel wert.

Die spannende Frage ist aber, woher diese Zahlen kommen, also wer die „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“ eigentlich ist.

Vorweg sei – für alle Fälle – gesagt, dass ich mich hier immer sehr deutlich gegen jede Form von Rassismus und anderen Erscheinungen ausspreche, die Menschen nach ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihrer Sprache, Religion und so weiter einsortieren und deswegen angreifen. Das gilt auch für anti-semitische Angriffe jeder Art. Das bedeutet aber nicht – auch das sei deutlich gesagt -, dass man Israels Politik nicht kritisieren darf. Das macht niemandem zu einem Antisemiten, genauso wenig, wie man Rassist ist, wenn man die Politik des Kongo kritisiert.

Aber zurück zur „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“, die vom Spiegel nicht näher erklärt wird. Wenn man wissen will, welche Ziele eine Organisation hat und wer dort die Richtung bestimmt, muss man sich anschauen, wer sie finanziert und wer sie gegründet hat. Gegründet wurde sie 2015 vom Berliner Senat.

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