Zusammenfassung von Lukaschenkos zweistündigem Interview im russischen Fernsehen | Anti-Spiegel

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10-09-20 12:00:00,

Der weißrussische Präsident hat russischen Medien ein zweistündiges Interview gegeben, das komplett im russischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Da ich es nicht komplett übersetzen kann, will ich hier die wichtigsten Aussagen zusammenfassen.

Das Interview war sehr sehenswert und RT-Deutsch hat es simultan übersetzt. Leider – das ist bei Simultanübersetzungen unvermeidlich – geht dabei einiges verloren, vor allem, wenn vier Journalisten Fragen stellen, auch schon mal durcheinander reden oder Lukaschenko mit Zwischenfragen unterbrechen und nur ein Übersetzer versucht, alles und alle gleichzeitig zu übersetzen. Das ist einer der Gründe, warum ich nie als Simultanübersetzer arbeiten möchte, es ist ein undankbarer, aber sehr schwerer Job und selbst der beste Simultandolmetscher ist einer solchen Aufgabe nicht gewachsen.

Trotzdem empfehle ich allen Interessierten das gesamte Interview anzuschauen, auch wenn es aus den genannten Gründen ein wenig anstrengend ist, was aber – es mir wichtig, das zu unterstreichen – nicht an dem Dolmetscher liegt, er hat den Job so gut gemacht, wie es nur ging. In dem Interview hat Lukaschenko vieles gesagt, auch gleich zu Beginn, was sehr interessant und nachdenkenswert ist. Aber ein zweitstündiges Interview kann ich weder komplett übersetzen, noch komplett zusammenfassen. Ich musste Schwerpunkte setzen und konnte nicht alles erwähnen, was erwähnenswert ist

Komplettes Interview mit Alexander Lukaschenko: “Wenn wir fallen, fällt auch Russland”Komplettes Interview mit Alexander Lukaschenko:
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Ich habe mir das Interview gestern im Original angeschaut und fand es ausgesprochen interessant, denn es zeigte sowohl die Stärken, als auch die Schwächen von Lukaschenkos Argumentation gut auf. Wobei ich viele Stärken gesehen habe, denn er hat eingestanden, dass viele nach so vielen Jahren Lukaschenko nicht mehr sehen wollen. Aber er hat auch die – in meinen Augen – richtigen Fragen gestellt, denn die Opposition hat ja – außer „Lukaschenko muss weg!“ – kein Programm und es ist schwierig, ein Land zu regieren, wenn man kein Programm hat. Noch schwieriger ist es aber, in einen „Dialog“ mit jemandem zu treten, dessen einzige Forderung es ist, man solle gefälligst verschwinden.

Da ich leider nicht das gesamte Interview übersetzen kann, will ich die – in meinen Augen – interessantesten Themen und Aussagen zusammenfassen. Das abgehörte Telefonat zwischen Berlin und Warschau

Ich habe das abgehörte Telefonat übersetzt, Sie finden es hier. Leider gibt es bisher nur eine auf Russisch übersetzte Version,

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