Falsche Leitsterne | Von Paul Schreyer | KenFM.de

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17-09-20 11:01:00,

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Ein Standpunkt von Paul Schreyer.

In der aktuellen Krise geht es nicht nur um Corona. Gesellschaftssteuernde Maßnahmen und Technologien werden zunehmend weltumspannend und zentral koordiniert wirksam. Einflussreiche Privatleute entwerfen Pläne für die ganze Welt, die in wachsendem Umfang auch global umgesetzt werden. Am Ende dieser Entwicklung steht eine große Vereinheitlichung. Spezielle Technologien und Programme, vorangetrieben von einigen Oligarchen, sollen für alle Menschen auf der Welt bindend werden – ohne jede demokratische Debatte. Zugleich scheint es, als ob der Prozess des Nachdenkens selbst, das individuelle Abwägen, Zweifeln und Hinterfragen, zunehmend verlöscht und einem Vertrauen in automatisierte Effizienz Platz macht. Die Frage drängt sich auf: Welches Virus hat hier die Gesellschaft infiziert? – Ein Auszug aus dem in dieser Woche erscheinenden Buch „Chronik einer angekündigten Krise – Wie ein Virus die Welt verändern konnte“.

I.

An einem milden Frühlingsabend im April 2020, während des Kontaktverbots und kurz vor Einführung der Maskenpflicht, standen meine Frau und ich im Garten und gossen das Gemüsebeet. Wir waren spät nach Hause gekommen, die Sonne war längst untergegangen, und so leuchtete ich mit der Taschenlampe auf die zierlichen Pflänzchen, während meine Frau die Gießkanne schwenkte. Neben dem leisen Geräusch des sprenkelnden Wassers und einem fernen Vogelruf breitete sich Stille aus. Frieden lag in der Luft.

Als wir fertig waren, schauten wir für einen Moment zum sternenklaren Himmel hinauf. Meine Frau bemerkte es zuerst: „Schau mal, da bewegt sich was.“ Tatsächlich zog ein kleiner Lichtpunkt langsam über den Himmel – da er nicht blinkte, offenbar kein Flugzeug. Vielleicht ein Satellit? Doch das schien unwahrscheinlich, denn nun sahen wir, wie ein weiterer Lichtpunkt erschien, der dem ersten folgte. Schon tauchte ein dritter auf, dann ein vierter, ein fünfter – alle im gleichen Abstand, mit gleicher Richtung und Geschwindigkeit auf derselben Bahn. Mehrere Dutzend sich gleichmäßig bewegende „Sterne“ zogen wie auf einer Perlenschnur langsam über den tiefdunklen Himmel.

Das stille Spektakel währte fast eine halbe Stunde. Fasziniert starrten wir nach oben. Wurden wir gerade Zeugen einer durchreisenden „Ufo-Kolonne“? Aufmerksam verfolgten wir den Zug der Lichter, ohne uns einen Reim darauf machen zu können – ein seltsames Gefühl.

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