Lasst die Kinder in Ruhe!

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17-09-20 03:04:00,

Wenn ich siebenjährige Kinder sehe, die einen sogenannten Mund-Nasen-Schutz über dem Gesicht tragen und die gezwungen werden, einen „Sicherheitsabstand“ zueinander einzuhalten, die inzwischen schon reflexartig zurückweichen, wenn sie einem anderen Menschen zu nahe kommen, dann leide ich jedes Mal unter der seelischen Folter, die man diesen Kindern antut. Und ich kann mir, ehrlich gesagt, auch nicht erklären, warum es so viele Erwachsene gibt, die so etwas einfach hinnehmen.

Kindern zu erzählen, sie wären gefährliche Virenträger und könnten deshalb bei Eltern, Großeltern oder Verwandten lebensgefährliche Krankheiten verursachen, hat mit pädagogischer Verantwortung nichts zu tun.

Das ist schon deshalb so, weil es für derlei Behauptungen keinerlei wissenschaftliche Evidenz gibt. Bereits Anfang April wurde die anfängliche Annahme, Kinder und Jugendliche wären besonders riskante Corona-Viren-Überträger widerlegt.

Die isländische Studie weist nach, dass Kinder nur in seltenen Ausnahmefällen an Covid-19 erkranken, und wenn dann verläuft die Krankheit nur sehr mild. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr konnte nicht nachgewiesen werden, im Gegenteil die wenigen erkrankten Kinder hatten sich bei den Eltern angesteckt. Diese Studie wurde von anderen Untersuchungen bestätigt, eine Widerlegung ist mir nicht bekannt.

Obwohl sie am 4. April 2020 veröffentlicht wurde, löste sie keine Abkehr von den extremen Einschränkungen für Kinder aus. Die Kinder mussten noch wochenlang weiter mit ihren Eltern zu Hause bleiben, Spielplätze blieben verbotene Orte. Doch selbst nach Wiederöffnung der Schulen und Kitas ging und geht der Psychoterror weiter. Obwohl die These der „Virenschleuder Kind“ widerlegt war, zwang man Grundschüler zum Maskentragen und strengen Abstandsregeln.

Zwar haben einige Bundesländer nun die Maskenpflicht für Grundschüler auch auf dem Pausenhof und in Fluren abgeschafft, in anderen wie Bayern und Schleswig-Holstein werden Masken- und Abstandspflichten jedoch weiter aufrecht erhalten und in vielen Bundesländern wird zumindest damit gedroht, dass solche Regeln alsbald wieder eingeführt werden, wenn die Infektionszahlen steigen. Dabei wird wie üblich wieder einmal kein Unterschied zwischen einem positiven Testergebnis und einer realen oder gar lebensgefährlichen Erkrankung gemacht.

Auch viele kleine und private Bildungs- und Freizeiteinrichtungen bestehen bei Grundschülern, trotz gelockerter Bedingungen in Schulen, auf strengen „Schutzmaßnahmen“, wohl aus Sorge um die Schließung ihres Betriebs. Ergo, das Spiel mit der Angst bei Kindern geht weiter. Und es ist leider alles andere als ein „Kinderspiel“.

Wer behauptet, das hätte etwas mit Gesundheitsschutz zu tun, ignoriert aus Unkenntnis vorhandenes Wissen und verbreitet eine gefährliche Lüge.

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