Die Maske ist gefallen

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19-09-20 08:14:00,

Folgt man den machttheoretischen Überlegungen des Soziologen Michael Mann, so ist soziale Macht auf vier Faktoren zurückzuführen: militärische, wirtschaftliche, politische und ideologische Macht (1). Herausgefordert durch mittlerweile sicherlich Millionen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, die das staatliche Narrativ in der sogenannten Coronakrise anzweifeln oder offen kritisieren, schwindet die ideologische Macht des Staates in bedeutendem Maße und damit ein bedeutsamer Pfeiler seiner Macht.

Entgegen den Behauptungen der Massenmedien steht die ideologische Macht vor einer erheblichen Erosion, die bereits jetzt das Land zu spalten scheint; eine Spaltung, die der Staat und seine Medien aktiv vorantreiben, indem sie nicht auf Verständigung setzen und den Dialog mit Kritikern anbieten, sondern auf Denunzieren, Diffamieren und Zensieren. Die „Soft Power“ des Staates schwindet. Dabei bewirken immer einschneidendere Maßnahmen, die sich im Namen der Volksgesundheit nun auch gegen die jüngsten und somit schutzbedürftigsten Mitglieder unserer Gesellschaft richten, ein Anschwellen des Widerstandspotenzials.

Die Meldung über behördliche Anweisungen, Kinder innerhalb der eigenen Familie zu isolieren und — bei Missachtung dieses staatlichen Übergriffs in das tiefste Familienleben hinein — das Kind „zwangsweise durch Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus (…) abzusondern“ (2), dürfte mittlerweile auch die unkritischsten Geister die Verhältnismäßigkeit der staatlichen Maßnahmen hinterfragen lassen, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die ursprünglich als Hauptargument für alle Maßnahmen angeführte Überlastung des Gesundheitssystems ausblieb.

Die Intensivstationen blieben weitestgehend leer, viele Krankenhäuser führten Kurzarbeit ein, das angekündigte Horrorszenario blieb aus, doch bestimmen weiterhin mediale Panikmache und staatliche Freiheitsbeschränkungen das Leben von Millionen Bürgern.

Genährt wurde und wird der ideologische Machtverlust des Staates folglich dadurch, dass ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung erkennt, dass das staatlich-medial vermittelte Bild der Gefahrenlage und die eigene Lebenswirklichkeit nicht annähernd kongruent sind und mit jedem neuen Versuch der Staatsmedien, übermäßige Angst und Sorge zu verbreiten, noch weiter auseinanderdriften.

Wir haben es hier mit der bereits von Hannah Arendt beschriebenen „Entwirklichung“ der Politik zu tun. Hannah Arendt beschreibt in ihrem Essay Die Lüge in der Politik, wie sich die US-amerikanische Regierungspolitik in ihren Entscheidungen während des verheerenden Vietnamkrieges immer weiter von einer realistischen Einschätzung der Lage entfernt hatte, das amerikanische Volk aber mit allen Mitteln von der Richtigkeit und Notwendigkeit des Krieges zu überzeugen versuchte (3).

Natürlich hätte einem seinerzeit bei der Äußerung einer solchen Vermutung ein quäkendes „Verschwörungstheorie“ entgegengeschallt, was aber nicht weiter beirren sollte in der nüchternen Analyse von Tatsachenwahrheiten.

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