Politisch motivierte Diagnosen: Was in Deutschland über die Charite nicht berichtet wurde | Anti-Spiegel

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21-09-20 10:44:00,

Das russische Fernsehen hat über sehr interessante Informationen über die Berliner „Charite“ berichtet, die zu überprüfen recht aufwändig war, aber sie haben sich als wahr herausgestellt. Und sie zeigen ein recht erschreckendes Bild über politische Macht in Deutschland.

Die „Charite“ wird immer wieder politisch instrumentalisiert, das ist bekannt. Unvergessen ist Julia Timoschenkos Bandscheibenvorfall, als sie in der Ukraine im Gefängnis gesessen hat. Damals wurde sie immer wieder von Ärzten der „Charite“ besucht. Geleitet wurde das Team von Dr. Lutz Harms, einem Neurologen der „Charite“. Die Presse zitierte ihn damals mit schockierenden Aussagen darüber, dass Julia Timoschenko dauerhaft behindert bleiben würde, wenn sie nicht schnellstmöglich in Berlin operiert wird.

Als Timoschenko dann nach dem Maidan aus der Haft kam, war plötzlich keine Operation mehr nötig und nachdem sie noch für eine kurze Zeit im Rollstuhl aufgetreten ist, ging es ihr dann sehr schnell wieder gut. Ich würde Herrn Dr. Harms gerne mal zu dieser Wunderheilung befragen.

Dr. Harms, so berichtete das russische Fernsehen am Sonntag inklusive der entsprechenden Filmaufnahmen, hat es sich in Kiew gut gehen lassen. Er bekam Einladungen in den VIP-Bereich bei der damals laufenden Fußball-EM in Kiew, jedes Ticket kostete ca. 8.000 Euro, und als „Dolmetscherin“ diente ihm in seiner Freizeit eine frühere Misswahl-Gewinnerin und Nacktmodell, die gar kein Deutsch spricht. Darüber ist in Deutschland kaum etwas zu finden, lediglich ukrainische und russische Medien haben seinerzeit berichtet, übrigens auch auf Deutsch.

Aber das ist nicht der einzige derartige Fall. Am Sonntag hat das russische Fernsehen im Zuge der Berichterstattung über den Fall Navalny auch über andere, höchst merkwürdige Fälle der Vergangenheit berichtet, bei denen westliche Kliniken mit Diagnosen zur Stelle waren, die nie von unabhängiger Seite bestätigt wurden. Der russische Fernsehbericht dauerte fast 20 Minuten, ich habe den – in meinen Augen – für das deutsche Publikum interessanten Teil (Minute 3.40 bis 11.50) übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Um ehrlich zu sein, ist es wirklich schwer, westlichen Kliniken zu glauben. Sie haben mehr als einmal gelogen. Auch die Berliner Klinik „Charite“. Das vielleicht schillerndste Beispiel für politisch motivierte Lügen der „Charite“ ist ihre Teilnahme an dem Spiel um Julia Timoschenko, als sie unter Präsident Janukowitsch wegen Gasverträgen mit Russland im Gefängnis saß. Er hätte sie nicht einsperren müssen, aber Janukowitsch sagte, wie sich seine Mitarbeiter erinnern,

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