Was kommt nach der Jahrhundertrezession? | Von Christian Kreiß | KenFM.de

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22-09-20 07:04:00,

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Wie geht es weiter? Was kommt auf uns zu?

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Als vor einigen Wochen die neuesten Wirtschaftsdaten zum zweiten Quartal 2020 erschienen, wurde eine „Jahrhundertrezession“, der stärkste Wirtschaftsabsturz innerhalb eines Quartals in der Weltwirtschaftsgeschichte festgestellt.1 Doch was bedeutet das für uns? Und vor allem: Wie geht es nun weiter?

Vor Kurzem wurden in diesem Zusammenhang zwei interessante Studien veröffentlicht: Am 16.9. von der OECD: „Coronavirus: Leben mit Unsicherheit“2 und am 17.9. von Save the Children/ Unicef eine Untersuchung mit dem Titel „150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut gestürzt durch Covid-19“.3

Laut der OECD-Studie schrumpfte die Weltwirtschaft in den Monaten April bis Juni 2020 gegenüber Ende 2019 um über 10 Prozent. Die Wirtschaftsleistung lag damit im zweiten Quartal 2020 um etwa 12 Prozentpunkte niedriger als Ende 2019 von der OECD prognostiziert worden war. Das heißt, die Wirtschaftskraft lag um beinahe ein Achtel niedriger als noch kurz vorher erwartet worden war. Ein Achtel ist eine ganze Menge. Stellen wir uns vor, wir hätten von einer Woche auf die andere ein Achtel weniger Geld in der Haushaltskasse, das macht sich bei den meisten Menschen im Alltagsleben doch ziemlich bemerkbar.

Am Rande sei bemerkt, dass in der OECD-Studie irreführenderweise die Covid-Pandemie für den Absturz der Weltwirtschaft verantwortlich gemacht wird, nicht die drastischen, freiheitseinschränkenden Lockdown-Zwangsmaßnahmen der Regierungen. Man hätte natürlich mit dem Corona-Virus auch ganz anders umgehen können als es die meisten Regierungen der Erde getan haben, wie etwa Schweden zeigt. Dann wäre auch die Wirtschaft nicht annähernd so stark abgestürzt, wie ebenfalls das Beispiel Schweden zeigt.

Der Wirtschaftseinbruch wird nach Ansicht der OECD-Ökonomen nicht so schnell aufgeholt werden. Noch für Ende 2021 rechnen sie damit, dass die Weltwirtschaftskraft um gut fünf Prozent schwächer sein wird wie ohne die Corona-Maßnahmen. Allerdings gilt das nur für den Durchschnitt aller Länder. Einzelne Länder, vor allem China (etwa minus ein Prozent) und Deutschland (etwa minus zwei Prozent) sollen die Produktionslücke bereits bis Ende 2021 weitgehend aufgeholt haben,

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