Gefährliches Versagen

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24-09-20 07:19:00,

„Die Geschwindigkeit, mit der unsere Demokratie sich aufgrund der Pandemie in ein totalitäres System verwandelt hat, ist so verblüffend wie schockierend. Im Eiltempo werden Gesetze beschlossen, die unsere Freiheit massiv einschränken, in manchen Gegenden sogar einen Hausarrest verordnen. Die Polizei rückt aus, um die ‚Volksgesundheit‘ zu beschützen. Verhängt unsinnige Strafen.“

Das hat der österreichische Sozialmediziner Martin Sprenger in seinem Buch „Das Corona-Rätsel“ geschrieben. Es ist im Juni erschienen. Zuvor hat Sprenger unter anderem vier Wochen lang die österreichische Regierung in der Corona-Krise beraten. Frühzeitig merkte er, dass die Politik ihre eigenen Ziele verfolgt. Als er sah, dass es den Regierenden in Österreich weniger um die Gesundheit der Bürger und das Wohl der Gesellschaft geht, ist er ausgestiegen.

Sprenger ist Arzt und Gesundheitswissenschaftler für den Bereich Öffentliche Gesundheit (Public Health). Er leitet den entsprechenden Universitätslehrgang an der Medizinischen Universität Graz und unterrichtet an zahlreichen Fachhochschulen und anderen Universitäten. In seinem Buch beschreibt er die ersten Monate der Corona-Krise in Österreich. Er gibt seine Beobachtungen, Gedanken und Erfahrungen tagebuchartig wieder.

Zu lesen sind nicht nur interessante Einblicke in Sprengers eigenen Erkenntnisprozess. Ebenso macht er die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse deutlich. Dabei geht sein Blick immer über die Landesgrenzen hinaus. Das geschieht, weil das Virus Sars-Cov 2 und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 globale Themen sind.

Für den österreichischen Sozialmediziner gibt nicht nur das Virus manches Rätsel auf. Das gilt aus Sprengers Sicht ebenso für eine ganze Reihe der politischen Entscheidungen. Am Ende des im Juni erschienenen Buches schreibt er:

„Das Virus geht in die Sommerpause. Die Ängste sind geblieben und werden noch immer geschürt. Es wird Zeit, dass der Sommer kommt, und der warme Wind für virusfreie Köpfe und Träume sorgt.“

Doch das ist nicht geschehen, wie nun am Ende des Sommers festzustellen ist. In Österreich wurde wie in der Bundesrepublik in den letzten Monaten vor einer „zweiten Welle“ gewarnt. Das geschah mit Hilfe des deutschen Virologen Christian Drosten, was Sprenger erwähnt.

Wie in der Bundesrepublik werden im Nachbarland die Ergebnisse der ausgeweiteten Tests auf das Virus von der etablierten Politik ausgenutzt. Mit ihnen wird begründet, warum die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens aufrechterhalten und bei Bedarf immer wieder verschärft werden.

Genau das macht derzeit die österreichische Bundesregierung unter Kanzler Sebastian Kurz.

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