Neue Entwicklungen im Fall Assange – Ein Vergleich der Reaktionen der deutschen und der russischen Regierung | Anti-Spiegel

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24-09-20 07:19:00,

Im Gegensatz zu westlichen Regierungen, die zu dem Prozess gegen Julian Assange schweigen, hat sich die Sprecherin des russischen Außenministeriums am Mittwoch wieder sehr deutlich zu den neuesten Entwicklungen geäußert.

Leider muss man es so deutlich sagen: Keine einzige Regierung im angeblich so freien Westen tritt für Julian Assange ein. Dafür tut es ausgerechnet die russische Regierung, die angeblich gegen kritischen Journalismus ist, umso deutlicher. Das wurde am Mittwoch wieder offenbar, als die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, eine offizielle Erklärung zum Fall Assange abgegeben hat, die ich übersetzt habe.

Im Anschluss zeige ich zum Vergleich dazu die Antworten der deutschen Regierungssprecher, wenn sie auf das Thema Assange angesprochen werden. Vergleichen Sie selbst – und ich sage es bewusst so provokant – von welcher Regierung Sie lieber vertreten werden möchten.

Beginn der Übersetzung:

Die Ereignisse bei der Wiederaufnahme der Gerichtsverhandlungen über die Auslieferung von Julian Assange an die Vereinigten Staaten sind alarmierend. Die britische Justiz geht weiter gegen einen bekannten Journalisten vor, dem Washington mit lebenslanger Haft droht.

Im September nahm das Londoner Gericht die Verhandlungen über die Auslieferung von Juian Assange an die Vereinigten Staaten wieder auf. Das Gericht wird entscheiden müssen, ob Washingtons Antrag dem britisch-amerikanischen Auslieferungsabkommen entspricht, das die Auslieferung von Personen verbietet, die so genannter „politischen Verbrechen“ beschuldigt werden. Menschenrechtler, Experten und Journalisten-Kollegen von Julian Assange sind vom politischen Charakter der von den USA gestarteten Kampagne überzeugt und befürchten, dass über den amerikanischen Antrag positive entschieden wird. Anscheinend befürchten sie das nicht grundlos.

Seit der Verhaftung von Herrn Assange hat die US-Seite eine ganze Reihe neuer schwerer Anschuldigungen gegen ihn erhoben, darunter das Hacken von Regierungscomputern und eine Verschwörung zur Beschaffung und Offenlegung von Informationen, die angeblich von Bedeutung für die nationale Sicherheit sind. Die Ergänzungen der US-Klage wurden im Juni dieses Jahres bekannt. Gleichzeitig hat niemand die Verteidigung darüber informiert. Ich möchte unsere amerikanischen und britischen Kollegen fragen: Wie war das noch mit Rechtsstaat, Demokratie und Freiheit? Auch die europäischen Institutionen könnten sich zu dieser Sache mal äußern.

Mehr noch: Nach unseren Informationen hatten die Anwälte unter dem Vorwand der Quarantäne wegen des Coronavirus mehrere Monate lang keinen Zugang zu Julian Assange. Der Antrag der Verteidigung wegen der neuen Anklagepunkte wurde von dem Londoner Gericht – wie erwartet – abgewiesen.

Seit 16 Monaten sitzt der Journalist,

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