Transatlantischer Filz: Wie soziale Netzwerke, Medien und Geheimdienste zusammenarbeiten | Anti-Spiegel

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28-09-20 02:32:00,

Wenn Länder wie China den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook einschränken, hagelt es Kritik in deutschen Medien. Wenn die Ukraine das hingegen die Nutzung von russischen sozialen Netzwerken nicht nur einschränkt, sondern sogar unter Strafe stellt, wird in Deutschland nicht einmal darüber berichtet.

Es gibt in Deutschland immer mal wieder Meldungen darüber, dass das böse China den Zugang zum Beispiel zu Facebook oder WhatsApp blockiert. Das regt deutsche Medien auf und wird als „Internetzensur“ kritisiert. An dieser Kritik wäre nicht einmal etwas auszusetzen, wenn alle derartigen Fälle in den deutschen Medien gleichermaßen thematisiert und kritisiert würden. Nur geschieht das nicht.

In der Ukraine wurden im Zuge der Ukrainisierung russische Medien verboten und die Nutzung der russischen Sprache in der Öffentlichkeit eingeschränkt. Außerdem wurde auch das russische soziale Netzwerk VKontakte verboten. Das ist ein alter Hut, der in westlichen Medien nie jemanden interessiert hat. Nun ist die Ukraine noch einen Schritt weiter gegangen und hat jedem, der in der Ukraine trotzdem VKontakte nutzt, polizeiliche Verfolgung angedroht. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete über eine Erklärung des Sekretärs des Ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates Alexej Danilow:

„Danilow erinnerte daran, dass das russische soziale Netzwerk VKontakte in der Ukraine als Teil der verhängten Sanktionen verboten ist. Danilow zufolge plant der Staat, in Zukunft Nutzer zu verfolgen, die trotz des Verbots weiterhin russische soziale Netzwerke besuchen, und für die Verbreitung von Informationen werden sie in das Register in der Polizei aufgenommen: „Benutzer, die diese Ressourcen verwenden, müssen für das, was sie tun, die Verantwortung tragen. Es geht darum, dass nach dem System, das nun seine Arbeit aufnimmt, alle Benutzer registriert werden. Wenn sie diese russischen Inhalte weiterhin auf dem Territorium des ukrainischen Staates verbreiten, werden sie blockiert und bekommen es mit unserer Polizei zu tun“, kündigte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates an.“

In den deutschen „Qualitätsmedien“ werden Länder wie China schon kritisiert, wenn sie den Zugang zu Facebook „nur“ einschränken. Wenn aber in der Ukraine der Zugang zu einem sozialen Netzwerk beschränkt wird, gibt es keine Berichte oder Kritik. Sogar nicht einmal dann, wenn Nutzern dort für Besuche eines sozialen Netzwerks Probleme mit der Polizei drohen. Wie kann das sein? Die politische Rolle sozialer Netzwerke

Schon beim arabischen Frühling konnten wir beobachten, wie die sozialen Netzwerke gezielt für die Putsche genutzt wurden.

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