Zwei Sequenzen reichen, um unser Nachbarland madig zu machen

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28-09-20 07:33:00,

Hier ist ein Bericht von Frank Blenz zu einem Stück der ARD-Tagesthemen über Tschechien im Vergleich zum konkreten Erleben des Autors zu Gast beim Nachbarn Tschechien. Ich ergänze seine Beobachtung mit dem Hinweis auf die samstägliche Schlagzeile meiner Tageszeitung: „Spahn rät von Urlaub im Ausland ab“. Das sind nur zwei von vielen anderen Belegen für das widerliche Deutschland, das heute die Schlagzeilen und zumindest die Stammtische der Hauptstadt-Politiker und -Medien beherrscht. Albrecht Müller.

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Zwei Sequenzen reichen, um unser Nachbarland madig zu machen. Von Frank Blenz.

Die Redaktion der öffentlich-rechtlichen ARD-Tagesthemen leistet es sich, mit hinterlistig kommentierten Bildern den gegenwärtigen Angstmacherkurs in Sachen Corona durchzuziehen, so zu erleben am vergangenen Freitagabend mit einem Beitrag über Tschechien. Als Zuschauer dieser Sendung und Freund unseres Nachbarlandes blieb mir die Spucke angesichts der Plattheit und Boshaftigkeit gegen Tschechien weg. Es ist geboten, eigene Beobachtungen vor Ort als eine Art Gegendarstellung dieser journalistischen Missetat zur Diskussion zu stellen.    

Die eine Seite. Die erste Szene der „Schalte nach Tschechien“ in den ARD- Tagesthemen trägt enormen Symbolcharakter und wird auch so verkauft: Menschen sitzen an einer langen Tafel auf der berühmten Karlsbrücke in Prag. ARD-Kommentator Danko Handrick dreht während der ersten Bilder aus Prag seine Fahrt ordentlich auf:

„…Eine Stadt ist im Sommer in Partylaune. Doch das geht nicht lange gut.“

Der Tagesthemen-Autor macht einen Schwenk in diese Tage und zählt auf, dass die Maske wieder überall getragen werden müsse, dass Restaurants in Prag 22 Uhr schließen müssten, dass in Prag für Corona-Patienten freigehaltene Betten fast komplett belegt und Kapazitäten erweitert werden müssten. Und Danko Handrick ergänzt in geradezu süffisantem Ton: „Am Abend stuft Deutschland g a n z Tschechien als Risikogebiet ein.“ Ohne die Grenze zu schließen, verbaut so die Bundesrepublik die Einreise nach Tschechien, wer es dennoch tut (außer Pendlern), bei dem sind Quarantäne, Test und bei Nichtbeachten finanzielle Strafe und gesellschaftliche Ächtung sicher, formuliert sich mir der Gedankengang darauf.    

Die andere Seite. Ich war im Sommer auch in Tschechien. Nach der „Wieder-Öffnung“, nach dem Lock-Down. Mit dem Rad. An der Eger und schließlich in Prag. Ich sah und erlebte anderes,

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