Faktenfreies Trump-Bashing im Spiegel Teil 2: Die Kunst, die Tatsachen zu verdrehen | Anti-Spiegel

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29-09-20 06:56:00,

Im zweiten Teil über das faktenfreie Trump-Bashing des Spiegel geht es um die US-Wahlen selbst, die in dieser Nacht anstehende erste TV-Debatte und darum, wie der Spiegel bei diesen Themen die Tatsachen einfach ins Gegenteil verkehrt.

Wie auch im ersten Teil dieser Miniserie schicke es wieder gleich vorweg (sollten Sie den ersten Teil schon gelesen haben, überspringen Sie die ersten zwei Absätze und lesen direkt bei der ersten Überschrift weiter): Ich bin kein Trump-Fan und es geht nicht darum, Trump zu verteidigen. Ich stehe der Politik Trumps sehr kritisch gegenüber, als Beispiele seien seine Politik gegenüber Nord Stream 2, dem Iran oder Venezuela genannt, aber die Liste ließe sich fortsetzen. Trump ignoriert das Völkerrecht und versucht seinen Willen auf dem internationalen Parkett mit dem Faustrecht durchzusetzen, also mit dem „Recht des Stärkeren.“ Allerdings folgt er dabei nur der „normalen“ US-Politik, denn egal, ob Bush, Obama, Clinton, Reagan oder wer auch immer – das Völkerrecht hat noch keinen US-Präsidenten sonderlich interessiert.

Mir geht es um faire Berichterstattung und darum, wie die „Qualitätsmedien“ auf Trump wegen Dingen einprügeln, die ungerechtfertigt sind. Sie machen direkte Wahlpropaganda für den korrupten, aber inzwischen dementen Joe Biden. Dabei gäbe es ja Themen, bei denen man Trump völlig zu Recht kritisieren könnte, nur könnte der deutsche Leser dann ja bemerken, dass sich alle US-Präsidenten – inklusive eines möglichen Präsidenten Biden – bei diesen Themen gar nichts nehmen und die Leser könnten über die US-Politik generell nachdenken. Und das soll offensichtlich verhindert werden. Ist Joe Biden gedopt?

Der erste der zwei Spiegel-Artikel, die ich hier behandeln will, trägt die Überschrift „Endspurt im US-Wahlkampf – Biden-Team reagiert spöttisch auf Trumps Forderung nach Dopingtest“ und beginnt so:

„Der US-Wahlkampf geht unter die Gürtellinie: Präsident Donald Trump hat seinen Rivalen Joe Biden wiederholt aufgefordert, sich auf aufputschende Medikamente testen zu lassen. Attacken wie diese versuchen die Demokraten eigentlich zu ignorieren, doch diesmal handelte sich Trump eine spöttische Antwort ein.“

In dem Artikel tut der Spiegel etwas interessantes, denn anstatt auf die – zugegebenermaßen ungewöhnliche – Forderung Trumps und ihre Hintergründe einzugehen, betätigt er sich wieder einmal als Sprachrohr des Biden-Teams und berichtet darüber, wie es Trumps Forderung ins Lächerliche zieht. Dabei hätte ich als Journalist in einem solchen Fall nur eine einzige Frage, aber dazu kommen wir gleich.

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