Die Superreichen sind nicht zu bremsen

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01-10-20 03:36:00,

Günther Moewes: «Dummheit und Selbstentmannung wird die Macht der Superklasse nicht brechen.»
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Günther Moewes: «Dummheit und Selbstentmannung wird die Macht der Superklasse nicht brechen.»

Günther Moewes / 01. Okt 2020 –

Milliardäre und Konzerne können ihre Macht ungestört mehren.

Die immer grössere globale Ungleichverteilung zwischen immer Reicheren und immer Ärmeren ist Ergebnis der knüppelharten Strategie der neuen globalen Superklasse aus Milliardären, Konzernherren und US-Rechten. Ihre privaten Billionen dienen immer weniger der Realwirtschaft und immer mehr dem Zugriff auf die Wertschöpfung, die andere erarbeitet haben.

Das geschieht etwa durch High-Speed-Spekulation über eigens dafür verlegte Atlantikkabel. Oder dem Zugriff auf bisheriges staatliches Eigentum: deutsche Wohnungen, italienische Villen und Kunstschätze, griechische Häfen und Flugplätze, syrische Antiquitäten (Antiken) oder indonesische Regenwälder.

Die globale Superklasse lässt die Höchstgrenzen für US-Wahlkampfspenden aufheben und sucht bei Handelsabkommen bisherige Aufgaben staatlicher Justiz an private Schiedsgerichte und Anwaltskanzleien zu übertragen.

Ihre Konzerne vertreiben Reisbauern, indem sie ihre Hütten anzünden. Ihre Banken veranstalten illegale Räumungen in den USA und Spanien. Ihre ungewählten Vertreter und Netzwerke melden auf Weltwirtschaftsforen immer dreistere Gestaltungsansprüche an.

Ihre Sonderabteilung «Militärisch-industrieller Komplex« (MIK), vor dem schon Eisenhower 1961 warnte, hat den Vietnamkrieg und den Irakkrieg angezettelt, fälschte Kriegsgründe und veranstaltete bereits vor der profitversprechenden Zerstörung «Wiederaufbaukonferenzen».

Was bei Willy Brandt noch «demokratischer Sozialismus» hiess, verteufeln sie als Kommunismus.

Dieser Brutalstrategie von oben entsprechen devote Reflexe und vorauseilender Gehorsam der Politik: Armutsrenten und Hartz-IV-Schikane statt Reichensteuer. Kapitulation vor Schattenbanken und Heuschrecken. Rechtfertigung von Waffenexporten mit Arbeitsplätzen. Wer die griechische Bevölkerung am besten verarmen lässt, wird beliebtester deutscher Politiker. Von den Wirtschafts-Rechten von oben ausgelöste Flüchtlingsströme kommen den Rechtspopulisten unten zugute.

Die Mehrheit schimpft auf Streiks und stellt sich im Supermarkt willig an, wenn dieser mit Rücksicht auf seine Kapitalanleger Kosten spart und keine zweite Kasse besetzt. Die Mehrheit schimpft auf die Schnüffelei der Stasi, wirft aber den «sozialen» IT-Netzwerken ihre intimsten Daten hinterher.

Fazit: Öffentliche Dummheit und kollektive Selbstentmannung werden die Macht der Superklasse nicht brechen.

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Obiger Text ist dem Buch von Günther Moewes entnommen (Zwischentitel von der Redaktion): «Arbeit ruiniert die Welt – Warum wir eine andere Wirtschaft brauchen», Nomen-Verlag, Frankfurt a.M.In Deutschland bestellen für 12.00 Euro; in der Schweiz bestellen für 19.90 CHF. Das Buch enthält Kolumnen,

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