Drohnenmorde nur noch ohne Hate Speech!

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01-10-20 06:11:00,

Der geschätzte Senior-Korrespondent und Gonzo-Kolumnist der „Asia Times“, Pepe Escobar, hat unlängst auf Facebook 30 Jahre Geschichte in einer Minute erzählt:

„Eric Hobsbawm zeigte uns, wie das kurze 20. Jahrhundert mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und dem Ende der UdSSR 1991 endete. Dann kam der unipolare Moment, im Zeichen dieses pathetischen, neo-hegelianischen „Endes der Geschichte“. Doch für die Zwecke der nie aufgelösten Kriegspartei brauchte es einen neuen Feind: Betreten Sie die Galaxie der „muslimischen Terroristen“! [1]

Während der Hegemon den globalen Krieg gegen den Terror (Global War on Terror, GWOT) entfaltete – mit Bombenangriffen, Invasionen und Plünderungen – machte sich China bereit, die Führung zu übernehmen, „den Fluss zu überqueren und dabei die Steine zu spüren“(Deng).

Die Finanzkrise von 2008 erschütterte den Kapitalismus bis ins Mark. Vorhersehbar war jedoch die Option, virtuelles Kapital anstelle des realen Lebens zu privilegieren.
Der Hegemon war bereits umstritten – erst recht als die Kompassnadel der Weltwirtschaft bereits nach Asien zu weisen begann.

Bereits 1997, wenige Tage vor der Übergabe Hongkongs (an China. Hongkong war bis dato britische Kronkolonie, Anm.d.Red.), hatte ich ein Buch mit dem Titel „21st – the Asian Century“ veröffentlicht. Damals waren wir sehr wenige, die das sagten.

Später kam die fabelhafte Arrighi-Wallerstein-Debatte, in der Arrighi weit vor allen anderen erklärte, wie China sich durchsetzen würde.

Die Krise von 2008 nahm kein Ende. Im Jahr 2020 stand sie kurz davor, erneut zu verschärfen. Das geschah dann auch.

Jetzt ist klar: Der Feind, den man fürchten muss, ist Asien – speziell China. Das Erscheinen eines unsichtbaren Feindes wurde in die perfekte Metapher verpackt: Der „chinesische Virus“.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Das 21. Jahrhundert wird nicht nur das asiatische, sondern auch das eurasische Jahrhundert sein, multipolar, interdisziplinär, gegen Krieg und gegen Hegemonie.“

Das ist, wie ich finde, ein guter Überblick zur Lage, beziehungsweise dazu, wie es historisch zur aktuellen Stellung im geopolitischen Schach gekommen ist, und zu der im transatlantischen Westen immer lauter werdenden Ausrufung des neuen Großfeindes China und der Dämonisierung [2] der kommunistischen Partei. Da kam Corona gerade recht – und in dem nun folgenden, mit dem Lockdown unausweichlichen ökonomischen Niedergang,

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