Wer steht hinter der Richterin die Assanges Prozess führt?, von Manlio Dinucci

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01-10-20 03:41:00, JPEG - 40.4 kB

Emma Arbuthnot ist die Gerichtspräsidentin, die in London den Prozess für die Auslieferung Julian Assanges an die USA verantwortet. Dort wird eine Verurteilung zu 175 Jahren Gefängnis wegen “Spionage” erwartet, dafür, als investigativer Journalist Beweise für Kriegsverbrechen der USA veröffentlicht zu haben, darunter Videos über Massaker an Zivilisten im Irak und Afghanistan. Im Prozeß, der von Richterin Vanessa Baraitser geführt wird, wurde jeglicher Antrag der Verteidigung abgewiesen.

Nachdem 2018 die Anklage wegen sexueller Gewalt seitens Schweden fallen gelassen worden war, hat Richterin Arbuthnot sich geweigert den Haftbefehlt aufzuheben, sodaß Assange kein politisches Asyl in Ecuador erhalten konnte. Arbuthnot hat die Schlüsse der Arbeitsgruppe der UNO über die wilkürliche Inhaftierung von Assage zurückgewiesen. Nicht einmal die Vorwürfe des UNO-Verantwortlichen für Folter hat sie angehört: “Assange, gefangen gehalten unter extremen nicht gerechtfertigten Bedingungen der Isolation, zeigt typische Symptome, dass er längere Zeit psychologischer Folter ausgesetzt ist”.

Als 2020 tausenden von Häftlingen als Anti-Corona Maßnahme in heimischen Arrest überführt wurden, wurde Assange weiterhin im Gefängnis festgehalten und damit der Ansteckung unter Bedingungen physischer Schwäche ausgesetzt. Im Gericht kann sich Assange nicht mit seinen Anwälten beraten, da er isoliert in einem Käfig aus Panzerglas gehalten und mit Ausweisung bedroht wird, wenn er den Mund öffnet. Was steckt hinter dieser Besessenheit?

Arbuthnot führt, als Ehefrau von Lord James Arbuthnot, bekannt als “Falke” der Tories den Titel “Lady”. Letzterer ehemaliger Minister für die Vergabe von Verteidigungsaufträgen, ist verbunden mit dem militärisch-industriellen Komplex und den Geheimdiensten. Lord Arbuthnot ist insbesondere Präsident des britischen Beratungskomites von Thales, fränzösischer Multi spezialisiert auf militärische Systeme der Luft- und Raumfahrt und Mitglied der Gesellschaft Montrose Associates, spezialisiert auf strategische Intelligenz (Ämter werden größzügig entlohnt). Lord Arbuthnot gehört der Henry Jackson Society (HJS) an, einflußreicher transatlantischer Think Tank verbunden mit der Regierung und den US-Geheimdiensten.

Erst im Juli nahm Mike Pompeo, als US Aussenminister in London an einem runden Tisch der HJS teil: Seitdem er 2017 Direktor des CIA war beschuldigt er Wikileaks, gegründet von Julian Assange, “ein feindlcher Spionagedienst” zu sein. Dieselbe Kampagne wird von der Henry Jackson Society geführt, welche Assange anschuldigt “mit Hilfe von autokratischen Regierungen Zweifel über die moralische Position westlicher demokratischer Regierungen zu säen”.

Im politischen Beirat der HJS befand sich an Seiten von Lord Arbuthnot, bis vor kurzem Priti Patel, aktueller Innenminister des Königreiches,

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