Mut zur Selbstheilung

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02-10-20 07:48:00,

Wenn wir Beschwerden haben und krank sind, bricht bei den meisten von uns Unmut aus und Angst. Wir misstrauen unserem Körper und fühlen uns von ihm verraten. Warum lässt er uns im Stich? Was tut er uns da an! Wenn die Maschine nicht mehr richtig funktioniert, bringen wir sie in Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäuser und hoffen, dass sie dort wieder fitgemacht wird.

Über dieses mechanistische Menschenbild haben wir nicht nur unsere Eigenverantwortung abgegeben und uns damit zu hilflosen Objekten degradiert, die auf Medikamente und Dienstleistungen angewiesen sind. Wir nehmen unserem Körper auch die Möglichkeit, sich selbst zu heilen.

Als Gesundheitscoach hat die Erwachsenenbildnerin und Sozialtherapeutin Angelika Koppe einen Leitfaden entwickelt, der uns hilft, wieder in die Selbstheilung zurückzufinden. In ihrer Methode Wildwuchs stecken über dreißig Jahre Erfahrung (1). Aus ihrer eigenen Krankheitsgeschichte heraus, durch fortwährendes Studium und das Begleiten erkrankter Menschen ist ein Erfahrungswissen entstanden, das sich in zehn großen Prinzipien zusammenfassen lässt.

Für die Selbstheilungsarbeit braucht es zunächst die Bereitschaft und das Vertrauen, den Körper als eigenes Wesen ernst zu nehmen, ihn mit seinem Innenleben, seinen Bedürfnissen und seiner Intelligenz kennenlernen und verstehen zu wollen. Als Triebkraft für die Selbstheilungsarbeit ist eine Vision nötig — Herzenswünsche, Lebensträume, lebenswerte Qualitäten, die Vorstellung, wie wir als gesunde Menschen leben möchten.

Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür ist es gut, einen Selbstheilungsweg zu wagen und sich zu engagieren? Was wollen wir als gesunder Mensch erleben, privat und im Beruf? Was sind unsere Träume, die wirklich tiefen Wünsche in uns, das, was unser Herz begehrt?

Die Beschäftigung mit diesen Fragen gibt Kraft für neue, gesundheitsfördernde Schritte.

Um die Selbstheilungsarbeit nicht zu behindern und neue Handlungen zu wagen, müssen wir uns von vertrauten Denk- und Verhaltensweisen verabschieden. Hier ist eine erste Hürde zu nehmen, denn die alten Strukturen werden dagegen rebellieren. Schließlich haben sie bisher unser Überleben gesichert. Sie gehören zu unserer Persönlichkeit. Bis jetzt hat es ja ganz gut geklappt — warum also etwas verändern?

So erscheinen uns neue Werte und Leitlinien zunächst als Bedrohung. Vorstellungen von Freiheit, Aufrichtigkeit und Stärke, Unbeschwertheit, Leichtigkeit und Lebenslust, eine lebendige Sexualität und die Erfüllung von Wünschen und Träumen stellen die gewohnte, vertraute Lebensart in Frage. Es braucht Mut, das zuzulassen.

Es geht um ein neues Verständnis von unserem Körper.

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