Wissen ist Macht. Aber was macht Wissen aus uns Menschen?

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02-10-20 08:34:00,

Wissen ist Macht

Aber was macht Wissen aus uns Menschen??

Das World Wide Web bietet unendliche Möglichkeiten um sich Wissen anzueignen. Geht es um die deutsche Rechtschreibung, findet man in kürzester Zeit mit ein paar Klicks in diversen Nachschlagewerken (Lexika und Enzyklopädien) Antworten auf seine Fragen, während man vor 30 Jahren nicht um den Gang zum Buchhandel herum kam, um sich einen der Markenklassiker Duden, Langenscheidt, Brockhaus, Pons, Chambers Dictionary oder Meyer zu besorgen. Bei Atlanten boten (und bieten) Werke von Diercke, DuMont, Haack, Knaurs, Kosmos, Meyers und Putzger eine Vielfalt an Kartenmaterial und Informationsgehalt.

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► Wikipedia

Benötigt man ausführliche Informationen, bspw. zu einem Ort, einer Region, einer Person, einem Gebäude oder Ereignis, findet man auf der am 15. Januar 2001 gegründeten gemeinnützigen Wikipedia (fast) alles was man benötigt, während man sich früher durch diverse Atlanten oder Enzyklopädien wie die von Brockhaus blättern musste. Berechtigte Kritik an der Neutralität, dem Qualitätsstandard und der editorischen Malaise trüben allerdings die Glaubwürdigkeit von Wikipedia ebenso wie die professionell organisierte Schleichwerbung und PR-Schummeleien.

Auch die Aktualität und die Ausführlichkeit vieler deutschsprachigen Seiten hinkt oft denen der englischspachigen Wiki hinterher weshalb man – bei entsprechenden Sprachkenntnissen und/oder unter Zuhilfenahme von DeepL – zu fremdspachigen Wikiseiten switchen sollte.

Laut Satzung darf zwar jeder mitmachen, Frauen tun dies allerdings deutlich weniger, wohl auch aufgrund eines ausgeprägten «mansplaining». Nur etwa zehn Prozent der Administratoren und regelmässigen Autoren sind weiblich, was sich auch in den Artikeln spiegelt – besonders in jenen, die gar nicht geschrieben sind.

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Die Autorenzahl bei Wikipedia schwindet. Viele der vorhandenen Nutzer arbeiten kaum inhaltlich, sondern beschränken ihre Zusammenarbeit im Großen und Ganzen auf Formalien. Die von Wikipedia beschworene Schwarmintelligenz, der keine Fehler entgehen sollen, funktioniert so ganz sicher nicht. Ganz im Gegenteil ist eine Zusammenarbeit im Schwarm nicht erkennbar. Aber kann man es den Autoren, die aufhören Wikipedia zu editieren, verdenken, dass sie sich Löschdiskussionen, Edit-Wars und unkooperatives Verhalten anderer Autoren nicht mehr länger antun wollen?

Immer mehr Bots fungieren als Autoren, die dem Autorenschwund und die gewaltige Arbeitslast durch den Einsatz von KI-Autoren, die Artikel aktualisieren können, kompensieren können. Wiki-Watcher haben bereits festgestellt, dass Bots ganz ohne großen Widerstand bereits massenhaft in der deutschen Wikipedia eingesetzt werden.

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