Whistleblower-Skandale bei der OPCW – Westen verhindert Anhörung im UNO-Sicherheitsrat | Anti-Spiegel

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06-10-20 09:55:00,

Im letzten Jahr sind mehrere Whistleblower beim OPCW an die Öffentlichkeit gegangen, die beklagt haben, dass die Berichte über Giftgas-Vorfälle in Syrien von der OPCW auf politischen Druck verfälscht wurden. Eine Anhörung zu dem Thema im UNO-Sicherheitsrat haben westliche Staaten nun verhindert.

Die Whistleblower beim OPCW, also der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, die im letzten Jahr bekannt geworden sind, wurden von den westlichen Medien konsequent verschwiegen. Details dazu finden Sie hier. Die Vorwürfe, die mehrere Whistleblower unabhängig voneinander erhoben haben, besagen, dass das technische Sekretariat der OPCW, das für die Untersuchung von Vorfällen mit Giftgas zuständig ist, Berichte über eine angeblichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma gefälscht hat, weil auf Druck der westlichen Mehrheit in der Organisation politisch gewollt war, dass Syrien beschuldigt wurde. Ob es überhaupt einen Giftgasangriff gegeben hat, ist fraglich, wie auch ein BBC-Produzent, der vor Ort war, später mitgeteilt hat.

Die Vorwürfe der Whistleblower sind insofern heikel, weil das technische Sekretariat der OPCW auch zum Beispiel für den Fall Skripal oder aktuell für den Fall Navalny zuständig ist. Bemerkenswert ist außerdem, dass die westlichen Medien die Vorwürfe der Whistleblower komplett verschwiegen haben.

Nun erleben wir das wieder, denn im UNO-Sicherheitsrat, in dem in diesem Monat Russland den Vorsitz hat, sollte ein früherer OPCW-Chef zu dem Thema aussagen. Das haben westliche Staaten jedoch verhindert. Das ist ein in der Geschichte des Gremiums einmaliger Vorgang, noch nie wurde ein Antrag des vorsitzenden Staates zur Anhörung einer Person abgelehnt. Im Ergebnis hat der russische UNO-Botschafter die Erklärung verlesen. Und wieder findet sich darüber kein Wort in den westlichen Medien.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat darüber berichtet und ich übersetze hier die Meldung der TASS.

Beginn der Übersetzung:Ex-OPCW-Chef fordert die OPCW-Führung auf, den beschädigten Ruf der Organisation wiederherzustellen

Jose Bustani sollte bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates sprechen, aber seine Teilnahme an dem Treffen wurde von Großbritannien, Belgien, Estland, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten blockiert.

UNO, 6. Oktober /TASS/. Die Skandale rund um die Unwahrheit der Ermittlungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in der syrischen Stadt Duma haben ihrem Ruf geschadet. Das erklärte der brasilianische Diplomat Jose Bustani, der bis 2002 Chef der OPCW war.

Der Diplomat sollte am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen,

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