Die wirtschaftliche Situation in Weißrussland und warum die Rezepte der Opposition gefährlich sind | Anti-Spiegel

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07-10-20 12:24:00,

Da darüber kaum etwas bekannt ist, will ich hier auf die wirtschaftliche Daten Weißrusslands eingehen und zeigen, was die Rezepte der Opposition für das Land bedeuten würden.

Weißrussland ist kein reiches Land, aber die Menschen leben nicht schlecht. Niemand dort muss sich Sorgen um Mieten machen, da die Wohnungen nach der Wende vor 30 Jahren Eigentum ihrer Bewohner geworden sind, die meisten leben also in einer schuldenfreien Eigentumswohnung. Die Gehälter sind geringer, als im Westen, aber da man keine Mieten zahlen und die Kosten für Wohnnebenkosten wie Heizung, Strom und Wasser subventioniert sind, reicht das, was sie verdienen aus, um sich ein Auto und einen Urlaub pro Jahr leisten zu können. Man darf eben nicht nur die Gehälter vergleichen, sondern muss auch die Lebenshaltungskosten in die Rechnung mit einbeziehen. Die weißrussische Wirtschaft

Die Wirtschaft ist in Weißrussland staatlich gelenkt, Privatisierungen hat es nach der Wende in den 1990er Jahren nicht gegeben. Daher gibt es in Weißrussland keine gravierenden sozialen Unterschiede zwischen Oligarchen und normalen Menschen, wie wir sie in anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion sehen, denn es gibt keine Oligarchen.

Die staatlichen Betriebe sind durchaus ordentlich geführt und sie exportieren über 50 Prozent ihrer Produkte nach Russland und in andere Staaten der GUS. Dabei handelt es sich in erster Linie um landwirtschaftliche Maschinen und um Lebensmittel. In Russland, wo ich lebe, gibt es in den Geschäften viel Käse, Fleisch und Milchprodukte aus Weißrussland zu kaufen.

Schon hieran sieht man, was auf Weißrussland nach einer Westorientierung zukommen würde. Es wäre das ukrainische Szenario, denn vor dem Maidan war es auch in der Ukraine so, wie heute in Weißrussland. Aber nachdem die anti-russische Maidan-Regierung die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland zu Gunsten einer Westanbindung gekappt hat, ist die Wirtschaftsleistung des Landes um die 50 Prozent eingebrochen, die den Handel mit Russland ausgemacht haben. Ganze Industrien sind in der Ukraine verschwunden. Die Ukraine hatte eine funktionierende Industrie für Hubschrauber- und Schiffsmotoren, für Raketentechnik und andere Hightech-Industrien, die auf den russischen Markt abgestimmt waren, deren Produkte aber im Westen keine Käufer gefunden haben.

Weißrussland würde das gleiche blühen, denn niemand in der EU würde weißrussische Traktoren und Mähdrescher kaufen und Milch, Käse und Hühnerfleisch gibt es in der EU in solchen Mengen, dass man verzweifelt Absatzmärkte sucht, aber sicher nicht auf weißrussische Lebensmittel wartet. Hinzu kommt, dass die EU Lebensmittel mit ihren Subventionen für die Lebensmittelkonzerne billiger und industriell produziert,

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