Wie in Russland über den Besuch von Tichanowskaja bei Merkel berichtet wurde | Anti-Spiegel

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07-10-20 09:55:00,

Am Dienstag war die sogenannte Oppositionsfüherin aus Weißrussland, Swetlana Tichanowskaja, bei Bundeskanzlerin Merkel. Da das natürlich auch Thema in den russischen Nachrichten war, habe ich den Bericht aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:Audienz bei Merkel: Tichanowskaja bat in Berlin um Investitionen in die weißrussische Opposition

Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja wurde am 6. Oktober in Berlin empfangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst traf sich mit ihr und Tschanowskaja sagte, dass in Weißrussland Neuwahlen abgehalten werden sollten, ohne jedoch zu spezifizieren, wer dies tun sollte. Gleichzeitig erinnerte sie höflich daran, dass die weißrussische Opposition auf Investitionen warte.

Aus Berlin berichtet unser Korrespondent.

Nach dem protokollarischen Dienst der Bundeskanzlerin konnte man heute die Uhr stellen. Um genau 15 Uhr fuhren, wie angekündigt, ein BMW mit getönten Scheiben und ein Kleinbus mit Sicherheitsleuten durch die Sicherheitskontrolle des Kanzleramtes. Am Seiteneingang, durch den normalerweise Journalisten kommen, empfängt Jan Hecker, Merkels außenpolitischer Berater, Tichanowskaja. Merkel hat entschieden, die Weißrussin zu unterstützen. Kürzlich bekam sie auch vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron Unterstützung. Die ersten Fotos zeigen die Kanzlerin von hinten, der soziale Abstand zwischen ihr und dem Gast ist groß.

Eine kurze Zusammenfassung des Treffens: Tichanowskaja sagte der Kanzlerin, dass der Hauptzweck der Proteste Neuwahlen seien und dass man Geld bräuchte.

„Das weißrussische Volk erwartet auch Investitionen, Unterstützung für unabhängige Medien und zivile Organisationen, um die Folgen der Krise zu überwinden. Frau Tichanowskaja überreichte der Kanzlerin auch eine handgefertigte weiß-rot-weiße Brosche und eine Übersetzung des Buches Kraina Belarus“, berichtete der Pressedienst der Bundeskanzlerin.

Tichanowskaja flog einen Tag vorher nach Deutschland. Sie ließ sich an einem Fragment der Berliner Mauer fotografieren, das vor kurzem in den Farben des weißrussischen Protests angemalt wurde, aber bereits mit Graffiti entstellt wurde. Sie besuchte eine Ausstellung über den Kampf gegen Alexander Lukaschenko und ging zum Brandenburger Tor, wo sich 70-80 Menschen versammelt hatten. Lokale Aktivisten stellten sie als Präsidentin von Weißrussland vor.

„Sie haben keine Ahnung, wie viel Unterstützung Sie jenen Weißrussen geben, die jetzt zu Hause sind, die zu Demonstrationen gehen, die Angst haben. Aber sie überwinden ihre Angst und gehen jeden Tag und jedes Wochenende auf die Straßen der Städte“, sagte Swetlana Tichanowskaja in Berlin.

Tichanowskaja war heute nicht auf den Titelseiten der Zeitungen. Aber sie schreiben nett über sie, nach dem Motto,

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