Digitale Pandemie: Draußen droht Corona, drinnen Amazon

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10-10-20 12:00:00,

Für Amazon ist Corona ein Geschenk. Seit 2020 mit einem NSA-Überwachungsexsperten im Vorstand infiziert das Unternehmen die Kunden in der Zeit des Lockdowns erfolgreicher denn je. Mit dem „Amazon-Virus“. Johannes Bröckers macht in seinem neusten Buch Schluss mit einem der bekanntesten Produkte von Amazon: Alexa.

Amazon, das ist ein Online-Warenhändler mit enorm gutem Service und extrem kurzen Lieferzeiten. Alexa, das ist eine Box mit Spracherkennung, die ans Internet angeschlossen, dort Informationen für den Nutzer heraussucht, diese mit liebenswürdiger Frauenstimme vorträgt und hier und da ein nützliches Produkt vorschlägt und auch gleich bestellt. Passt zum Zeitgeist, alles bestens.

Ganz und gar nicht, findet der Journalist und Buchautor Johannes Bröckers. Auch in seinem neuen Buch warnt er vor den Gefahren des noch gefährlicheren Virus als Corona: dem Amazon-Virus. Bröckers macht darin „Schluss“ mit Alexa. „Das ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint. Ich habe Schluss mit Amazon gemacht, ich habe meinen Account gelöscht“, berichtet Bröckers im Sputnik-Interview. Es ist nicht der Neid, dass Amazon-Gründer Jeff Bezos bald der erste Billionär der Menschheit werden könnte, der Bröckers zu dieser Entscheidung bewegt hat. Auch wenn sich natürlich die Frage stellt, ob so viel Geld und damit auch Macht wirklich in ein Paar Hände gehört.

„Amazon dominiert mehr als 50 Prozent des Einzelhandels“

Was Amazon anrichtet, hat den Buchautor motiviert, auf die Logistikdienste des Unternehmens zu verzichten:

„Wenn man sich anschaut, dass in den letzten zehn Jahren in Amerika 85000 Einzelhändler zugemacht haben und 35000 Hersteller – das ist nicht allein Amazon zuzuschreiben, aber Amazon dominiert mehr als 50 Prozent des Einzelhandels“, betont Bröckers.

Im Gegenzug schafft Amazon in seinen Logistikhallen deutlich schlechter bezahlte Arbeitsplätze und maximiert seinen Profit in Europa noch mit einem Firmensitz in Luxemburg durch Steuervermeidung.

Zudem betätigt sich Amazon auch als Nachahmer fremder Produkte, indem es einen Marketplace für Millionen für Händler anbietet, die er jederzeit wieder vom Marketplace verbannen kann. „Wenn dort Händler sind, die ein besonders erfolgreiches Produkt haben. überlegt sich Amazon, wieso es nur eine kleine Verkaufsprovision kassieren soll, wenn es auch das Produkt kopieren und selbst billig in China herstellen lassen kann. Dann setzt Amazon dieses kopierte Produkt auf seinem eigenen Marktplatz auf die oberste Stelle und der Händler, der das ursprünglich hatte, macht kein Geschäft mehr oder wird gleich vom Marktplatz ausgeschlossen“,

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