Covid-19: Die 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen | www.konjunktion.info

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12-10-20 07:38:00, Masken - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseMasken - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Masken – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Nach der Verdopplungszahl, dem R-Wert und anderen für den normalen Bürger schwerlich nachvollziehbaren “Entscheidungswerten” für die Corona-Beibehaltungspolitik, die alle zwischenzeitlich keine Relevanz mehr zu haben scheinen, weil sie das gewünschte Narrativ nicht mehr stützen (können), wird inzwischen deutschlandweit die 7-Tage-Inzidenzzahl von 35 bzw. 50 Personen als “Beleg für die politische Entscheidungen” herangezogen.

Bereits im Mai wurde dieses “Bewertungskriterium” eingeführt, findet aber erst in den letzten Wochen eine “echte Anwendung”. Laut dem RKI und der “Nationalen Teststrategie – wer wird in Deutschland getestet?” wird eine Epidemie-Region nach diesem “Schema” definiert:

Epidemie-Regionen: In Regionen (in Deutschland) mit einer akut erhöhten lokalen Inzidenz kann entschieden werden, Teile bzw. die gesamte Bevölkerung (auch asymptomatische Personen) bei gleichzeitiger Aufforderung zur weitest möglichen Selbstisolation binnen weniger Tage zu testen. Als Richtwert wird eine 7-Tages-Inzidenz von mindestens 50 pro 100.000 angesetzt.

Laut der Hochleistungspresse wurde die 50-Fälle-7-Tage-Inzidenzzahl durch Bund und Länder festgesetzt:

Sieben-Tage-Inzidenz - Bildquelle: Screenshot-Ausschnittt www.merkur.deSieben-Tage-Inzidenz - Bildquelle: Screenshot-Ausschnittt www.merkur.de

Sieben-Tage-Inzidenz – Bildquelle: Screenshot-Ausschnittt http://www.merkur.de

Wie weiter oben bereits erwähnt wurden der Schwellenwert von 50 Fällen im Mai festgelegt. Wobei selbst Charité-Mediziner inzwischen diesen Wert kritisch sehen:

Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testungen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen. – Professor Stefan Willich, Charité Berlin

Ein Blick in die Inzidenz- und Prävalenz-Berechnungslogik stützt diese Forderung. Denn dort lesen wir unter dem Punkt Voraussetzungen:

Morbidität - Inzidenz und Prävalenz - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.amboss.comMorbidität - Inzidenz und Prävalenz - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.amboss.com

Morbidität – Inzidenz und Prävalenz – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt http://www.amboss.com

Interessant ist in diesem Kontext insbesondere der rot umrandete Passus: Jede Person wird mind. zweimal untersucht.

Schwerlich vorstellbar, dass dies passiert bzw. passiert ist. Zudem findet man im Netz keinerlei nachvollziehbare Herleitung des Schwellenwertes 50 (bzw. 35). Auch dass die Schweiz und Österreich mit einem 14-tägigen Schwellenwert für die Bewertung arbeiten, ist sehr interessant.

Wie beurteilen meine Leser diese 7-Tage-Inzidenzzahl von 50? Gerade wenn man um die massive Testanzahlsteigerung weiß und dass somit dieser Wert jederzeit “erreichbar” wird.

Quellen:
So einfach wird die Sieben-Tage-Inzidenz berechnet
Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland getestet?

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