Neues Navalny-Interview: Deutschland als Helfer für innerrussische Propaganda gegen die Regierung | Anti-Spiegel

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12-10-20 06:59:00,

Die deutsche Bundesregierung scheint fest entschlossen zu sein, den Fall Navalny zu nutzen, um die deutsch-russischen Beziehungen nachhaltig zu zerstören. Ein weiteres Beispiel dafür ist ein Interview, das nun veröffentlicht wurde.

Ich habe schon vor zehn Tagen darüber geschrieben, dass die deutsche Regierung anscheinend alles daran setzt, die Beziehungen zu Russland nachhaltig zu zerstören. Das russische Außenministerium scheint inzwischen auch die Geduld zu verlieren, wie deren Verlautbarungen zeigen:

„Es sei daran erinnert, dass im Westen oft behauptet wird, man könne in den Beziehungen zu Russland nicht zur Tagesordnung übergehen, also dürfe es kein „business as usual“ geben. Von unserer Seite kommen wir zum Schluss, dass mit Blick auf dieses Verhalten Deutschlands und seiner EU- und Nato-Verbündeten es der Westen ist, mit dem man unmöglich etwas zu tun haben kann, bis er die Methoden der Provokationen und Manipulationen abgelegt hat und sich ehrlich und verantwortungsbewusst zu verhalten beginnt.“

Derart deutliche Worte hat es aus Moskau in Richtung Berlin seit Jahrzehnten nicht gegeben. Und nun hat die Bundesregierung einen weiteren Nadelstich gegen Moskau gesetzt.

In Russland gibt es einen populären Journalisten und YouTube-Blogger namens Jurij Dud, der mit seinem erst drei Jahre alten YouTube-Kanal schon über acht Millionen Follower hat. Dud ist ein klarer Regierungsgegner und sein Konzept sind lange und ausführliche Interviews, was ein wenig an Ken-FM erinnert. Allerdings ist das Format von Dud eher auf junge Leute zugeschnitten, was durch Stilmittel wie schnelle Schnitte und Einblendungen deutlich wird. Seine Interviews sind aber durchaus interessant und tief gehend.

Bemerkenswert ist, dass sich auch der Chef des russischen Fernsehens, Dmitri Kisseljow, den Anti-Spiegel-Leser aus den Übersetzungen der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ kennen, die Kisseljow moderiert, bei Dud einem fast zweistündigem Interview gestellt hat. Das wäre ungefähr so, als wenn ARD-Chef Tom Burow oder Claus Kleber vom ZDF sich bei Ken-FM zwei Stunden kritischen Fragen stellen würden. In Deutschland, wo ja Meinungs- und Pressefreiheit herrschen, ist so etwas undenkbar, in der autoritären und von Zensur gepeinigten Diktatur Russland hingegen geht so etwas problemlos.

Was man Dud auch anrechnen muss ist, dass er zu seinen Fehlern steht und wenn ihm im Interview Fehler passieren, dann stellt er sie an der entsprechenden Stelle mit schriftlichen Einblendungen richtig. Das war in seinem Interview mit dem Chef des russischen Fernsehens besonders oft zu sehen,

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