Twitter und die US-Wahl: Wer entscheidet über den Wahlsieg? | Anti-Spiegel

twitter-und-die-us-wahl:-wer-entscheidet-uber-den-wahlsieg?-|-anti-spiegel

12-10-20 02:02:00,

Dass Twitter und andere Internetkonzerne im US-Wahlkampf parteiisch sind, ist nicht neu. Nun hat Twitter eine Änderung seiner Regeln veröffentlicht, die es in sich hat. Twitter hat nichts weniger verkündet, als zu entscheiden, wer wann über den Wahlsieg eines Kandidaten twittern darf.

Schon letzten Sommer habe ich über eine Anhörung im US-Senat berichtet, in der Experten im Detail beschrieben haben, wie die Internetkonzerne die US-Wahlen beeinflussen können und werden. Und sie tun nun genau das und sogar noch einiges mehr. Twitter markiert einseitig Tweets von Trump als unwahr und entscheidet so eigenmächtig, was wahr ist und bei Twitter verbreitet werden darf, und was nicht. Facebook und Google tun das gleiche.

Dabei geht es in dem Streit vor allem zwischen Trump und Twitter nicht nur um die Frage, was Fake News sind, sondern vor allem um die Haftung der Internetkonzerne für ihre eigenmächtige Zensur. Denn sie sind laut US-Recht bisher komplett von der Haftung mögliche Folgen ihrer Zensurmaßnahmen freigestellt. Die Details zu dem Streit finden Sie hier.

Twitter hat nun eine weitere Änderung seiner Regeln angekündigt, die brisant ist. Twitter verkündet darin, wann jemand auf Twitter von einem Wahlsieg eines Kandidaten berichten darf. Und wer genau liest, der versteht, dass ein Wahlsieg Trumps bei Twitter sicher nicht verkündet werden darf. In der Erklärung von Twitter heißt es:

„Personen auf Twitter, einschließlich der Kandidaten für das Amt, können keinen Wahlsieg beanspruchen, bevor er von den Autoritäten ausgerufen wird. Um Ergebnisse der Wahl in den USA zu verkünden, fordern wir entweder eine Verkündung von staatlichen Wahlbeamten oder eine öffentliche Projektion von mindestens zwei autoritativen, nationalen Nachrichtenagenturen, die unabhängige Wahlumfragen durchführen.“

Im Klartext: Aufgrund des zu erwartenden Chaos bei der Auszählung der Briefwahlstimmen ist es praktisch ausgeschlossen, dass in der Wahlnacht – ja sogar wahrscheinlich Wochen nach der Wahl – ein offizieller Wahlsieger verkündet wird. Damit fällt die Verkündung des Wahlsiegers durch „staatliche Wahlbeamte“ schon mal aus. Die wird es in der Wahlnacht fast sicher nicht geben.

Um trotzdem in der Wahlnacht einen Wahlsieger zu benennen und darüber zu twittern, müssen also zwei US-weite Medien den gleichen Wahlsieger verkünden. Da die landesweiten Medien wie CNN, ABC, CNBC und so weiter aber alle pro-Biden sind und ihnen bestenfalls Fox als landesweiter pro-Trump-Kanal gegenüber steht, ist es nicht schwer zu erraten,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: