Corona und Intelligenz. Der Abschied der Intellektuellen aus der Debatte | KenFM.de

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13-10-20 05:58:00,

Von Uli Gellermann.

Jüngst an einem Werktag in Berlin: Eine kräftige Demo am Vormittag, eine starke Kundgebung am Nachmittag, beide zum Thema Grundrechte und Corona. Auch für eine große Stadt wie Berlin sind zwei gut besuchte Aktionen an einem Tag zum selben Thema eher selten. Die Teilnehmer kamen aus so ziemlich allen sozialen Schichten der Bevölkerung. Seit Wochen gibt es Info-Stände zum Thema und immer wieder spontane Aktionen. Ein ähnliches Bild ist im ganzen Land zu sehen: Der Kampf gegen das Corona-Regime dauert an.

Die kritische Intelligenz hat sich aus der öffentlichen Debatte verabschiedet

Dass die üblichen Medien die Proteste kleinreden oder verschweigen, kennt man. Sie sind eingebunden in den Diskurs der Herrschaft, sie finden sich mit ihrer Rolle als Propaganda-Instrumente einer Einheitsmeinung ab: „Virus böse, Regierung gut“. Auch von den Künstlern ist wenig zu hören und zu lesen: Die einst kritische Intelligenz hat sich aus der öffentlichen Debatte nahezu komplett verabschiedet. Wo einst Liedermacher und Literaten sich auf die Seite der Bevölkerung stellten, herrscht heute zumeist Schweigen. Satiriker, wie die Leute von der ANSTALT, geben mit ihrem primitiven Bashing des mutigen und kompetenten Dr. Wodarg den Ton an. Einer der wenigen Lichtblicke im düsteren Einheitsprogramm ist Didi Hallervorden mit seinem Corona-Song.

Zur Pflege der Intellektuellen 581,4 Millionen aus Steuergeldern

Für die Pflege der Intellektuellen unterhalten die Parteien politische Stiftungen. Die verwalten Millionen Staatsgelder – 581,4 Millionen aus Steuergeldern kostete der intellektuelle Spaß allein 2017 – um die öffentliche Diskussion auf das Niveau der Seminare, der Kongresse und Workshops zu heben. In Zeiten der allgemeinen Verunsicherung, der medizinischen und juristischen Generalfragen – denn glaubt man der veröffentlichten Meinung, geht es seit Monaten um Leben und Tod – wären die Stiftungen der Ort, die Fragen zu diskutieren und vielleicht Antworten zu finden. Zumal das Land in zwei Lager gespalten ist: Jenes, das dem Regierungskurs glaubt und jenes, das den Kurs für schädlich für die Demokratie und die Gesundheit hält. Im wissenschaftlichen Dialog, von den Stiftungen organisiert, könnte das Volk seine Experten im Meinungsstreit finden. Wenn es denn den Dialog der unterschiedlichen Meinungen gäbe. Am Beispiel dreier Stiftungen soll die Diskursfähigkeit der dort versammelten Intelligenz untersucht werden.

Pressefreiheit als gegenseitige Kontrolle

Auf der Website der FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG (SPD) spuckt die Suchmaschine zum Thema Corona scheinbar viele Themen aus,

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