Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste? (Teil 2) | KenFM.de

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13-10-20 05:59:00,

Teil 2: Nowitschok im Cockpit und NATO-Kungelei bei der Probenuntersuchung

Von Jürgen Cain Külbel.

Omsk in Sibirien, 22. August 2020, gegen 8 Uhr. Kaum hatten die deutschen Rettungskräfte den EPI-Shuttle, eine geschlossene Isolationseinheit, in der sich der im Koma liegende russische Nationalist und Oppositionelle Alexei Nawalny befand, an Bord des Ambulanzjets Bombardier Challenger 604 gehievt, wurde Maria Pewtschich aktiv. Pewtschich, die angeblich die Ermittlungsarbeit von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK von London aus leitet, hatte Nawalny auf dessen Reise nach Nowosibirsk und Tomsk begleitet. Sie ist eine enge Vertraute seiner Financiers und wird mit britischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht.

Eine Quelle, die über die Umstände des Rückfluges informiert ist, berichtete dem Autor nach Fertigstellung des ersten Teils dieser Serie, Maria Pewtschich habe sich an den Rettungssanitäter des Ambulanzjets gewandt, bat ihn, die in Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander vom „Team Nawalny“ gesicherten Wasserflaschen, die möglicherweise mit Gift kontaminiert seien, an sich zu nehmen. Ich beziehe mich auf die Quelle: Der Rettungssanitäter soll höflich abgelehnt haben. Auch Pewtschichs zweiter Versuch beim mitfliegenden Rettungsarzt soll gescheitert sein. Doch soll sie letztlich „Glück“ beim Pilot gehabt haben, der nach Aussagen der Quelle das „Material“ an sich nahm, es in seinem Fliegerkoffer verstaut haben soll, den er wohl mit in das Cockpit nahm.

Dann hob die Bombardier Challenger 604 in Omsk ab. Herr Nawalny sollte den Flug eigentlich in der in Norwegen von der Firma EpiGuard AS produzierten Isolationseinheit EPI-Shuttle verbringen, in der infizierte oder verseuchte Patienten transportiert werden. Auch, um einen gefahrlosen Flug für Besatzung, Mediziner und Fluggäste zu garantieren. Im Flieger soll Herr Nawalny – so die Quelle – jedoch friedlich schlafend auf der eingebauten Krankenliege geruht haben; nach Angaben der Quelle benutzte er kein Beatmungsgerät. Seine Ehefrau Julija Nawalnaja, so die Quelle, saß schräg hinter ihm in einem Sessel und soll ebenfalls entspannt geschlummert haben – nach all der Aufregung. Stunden später landete die Maschine auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Noch ehe der Patient Nawalny mit Bundeswehr-Eskorte in die Charité gefahren wurde, so die Quelle, soll der Pilot das von Pewtschich erhaltene „Material“ an das Kommando eines bereits in Warteposition stehenden Spezialfahrzeuges übergeben haben. Es ist nicht bekannt, welcher militärischen oder zivilen Einrichtung dieses Fahrzeug zuzuordnen ist.

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