Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste? (Teil 3) | KenFM.de

der-fall-nawalny:-eine-provokation-westlicher-geheimdienste?-(teil-3)-|-kenfm.de

13-10-20 05:59:00,

Teil 3: Nawalnys Vergiftung, ein Puzzleteil im „Internationalen Brennpunkt Chemiewaffen“

Von Jürgen Cain Külbel.

Das Phänomen ist bekannt: der Konsument von True Crime, von „wahren Verbrechen“, fragt sich kopfschüttelnd, wieso Ermittler den Bezug zwischen Kapitaldelikten, die von einem Einzeltäter, meinetwegen einem Serienmörder, begangen worden sind, nicht sofort, sondern erst nach zäher Untersuchung oder durch Zufall erkannt haben. In der Realität ist das ein kriminalistischer Kraftakt, bei dem während der Fallbearbeitungen umfangreiche strategische, logistische, erkenntnistheoretische Probleme gelöst werden müssen. Nobody is perfect, noch immer wird nur jede zweite Mordserie als solche erkannt.

Ich sehe in dem Chemiewaffen-Zirkus, der die Welt seit 2013 in Syrien, Salisbury, Sofia, Russland in Atem hält, einen Zusammenhang, eine Art internationalen Kriminalitäts-Brennpunkt mit geheimdienstlichem Hintergrund. Politik, Militär, Geheimdienste des kriegführenden Wertewestens, sind meinem Stand der Dinge nach Drahtzieher dieser Verbrechen, nageln in Vorwärtsverteidigung, um der Klärung der Schuldfrage auszuweichen und zuvorzukommen, dreist die Gegnerschaft fest: Russland, Syrien, Putin, Assad. Und „Cutouts“ wie Bellingcat spiegeln mit ihren medialen Verbündeten Der Spiegel, New York Times etc. diese gewünschten Schuldzuweisungen. Die isolierte Betrachtung der Einzelfälle Skripal oder Nawalny, der Chemiewaffenvorgänge in Syrien, führen daher weder zu Hintergründen, Motiv noch Klärung der Täterschaft. Widmen wir uns trotzdem zuerst dem „Einzelfall“ Nawalny.

Nawalny, die Flasche und Porton Down

Die siamesischen Zwillinge Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das NATO-Propaganda-Outfit Bellingcat krempeln die Ärmel hoch, wenn aufs Neue ein Kapitalverbrechen Russland, dem Autokraten Putin, seinen Geheimdiensten angeschmiert werden soll. Eilfertig liefern sie „Interna“, werfen mit „Beweisen“ um sich, die nie welche sind, tröten gegen Kreml und Konsorten. Belingcats Anbindung an die britischen Ex-Militärnachrichtendienstlern Bob Seely und Hamish de Bretton-Gordon beschrieb ich im ersten Teil der Serie. Und Bellingcats „Top-Ermittler“, der dubiose Bulgare Christo Grozev, der mit dem Ex-Nachrichtendienstler Seely Händchen hält, ist gern gesehener Mitautor beim Spiegel. Kein Wunder, dass der ein unsägliches britisches und NATO-Gespür für GRU-Agenten entwickelte, die er mit dem Vorturner Bellingcat mit großem medialen Krach festnagelt. Wer es glaubt: Grozev, so die Mär, schafft die „Informationen“ über Open Source an: mittels Laptop versteht sich, in seiner Wiener Sherlock-Holmes-Wohnung. Wer es mag: Der britische Dienst könnte über sein „Cutout“ Bellingcat und über Grozev geschickt seine Spielmaterialien, also falsche, aber glaubhaft dargebotene Informationen,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: