Russland sollte Orientierung auf den Westen aufgeben – Lawrow

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14-10-20 08:25:00,

Für Russland wäre es nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow an der Zeit, sich nicht mehr auf EU-Partner zu orientieren und auf ihre Einschätzungen zu hören. „Wir sollten unsere westlichen Kollegen, darunter auch in der EU, nicht mehr als Quelle von Einschätzungen unseres Verhaltens ansehen“, sagte Lawrow am Dienstag in Moskau.

Wenn Russland Einschätzungen des Westens folge, messe es sich quasi mit dessen Maß. Er denke, dass Russland lieber darauf verzichten sollte, sagte Lawrow bei der Präsentation des Berichts „Utopie der vielfältigen Welt: Wie sich die Geschichte fortsetzt“ im Rahmen des internationalen Diskussionsclubs „Valdai“.

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Sputnik / Sergej Guneew

Der russische Chefdiplomat erinnerte an die jüngste Äußerung der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen: Es sei wichtig, die Illusion aufzugeben, dass Russland unter der gegenwärtigen Führung in der Lage wäre, seinen Status eines geopolitischen Partners der EU wiederherzustellen, hatte sie gesagt.

„Diese von der höchsten Amtsträgerin der EU-Kommission abgegebene Erklärung ist ernsthaft genug. Aber ich denke, dass wir auf solche Einschätzungen nicht mehr reagieren sollten“, betonte Lawrow.
Von der Leyen: Putin kein Partner, aber noch kein Gegner

Bereits vor zweieinhalb Jahren, als sie noch Bundesverteidigungsministerin war, hatte von der Leyen im russischen Präsidenten keinen Verbündeten Deutschlands gesehen. “Er ist schon lange kein Partner mehr”, hatte die CDU-Politikerin im März 2018 gegenüber bild.de gesagt. Auf die Frage, ob Putin ein “Gegner” sei, antwortete sie:

“Ich würde so weit nicht gehen, denn das knallt auch Türen zu.”

Von der Leyen warf Putin vor, “permanente Provokation” zu betreiben, indem er unterschwellig Krisen provoziere und Konflikte schüre.

am/gs

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