Das Impf-Mantra

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16-10-20 08:26:00,

Ich bin immer dankbar für aufmerksame Leser. Einer hat mich darauf hingewiesen, dass meine Betrachtung der Worldometer-Daten in meinem letzten Blog dazu führt, dass man aus den kumulativen Daten nur dann klare Trends ableiten kann, wenn die Veränderungen über den durchschnittlichen Werten vom 15. August 2020 liegen.

Das ist in der Tat das Problem der kumulativen Daten der Worldometer-Datenbank. Die müsste ich sozusagen wöchentlich abspeichern und die wöchentlichen Zahlen ableiten, um die Daten sauber darstellen zu können. Was man allerdings aus ihnen ableiten kann, ist, ob sich tatsächlich eine größere Steigerung ergeben hat oder nicht. Und wir sehen an den Daten: Das ist in der Regel in Europa nicht der Fall, jedenfalls in den meisten Ländern.

Um dies für Deutschland genauer zu sehen, habe ich nochmals meine letzte Grafik mit den wöchentlichen (und nicht kumulativen) Daten des RKI für Deutschland aktualisiert, die ich am 15. August gepostet hatte (Kalenderwoche 33) und die neuen Daten bis inclusive 23. September 2020 (KW 38) eingearbeitet.

Hier sind sie:

Bild

Man sieht einen leicht steigenden Trend des prozentualen Anteils positiver Testergebnisse (rote Kurve, rechte Skala) im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Der Anteil der prozentual positiven Fälle, gerechnet auf die Anzahl der Tests, liegt laut RKI aktuell bei 1,19 Prozent und ist in der Tat seit Mitte August um dramatische 0,19 Prozentpunkte (!!) gestiegen. Ich habe sicherheitshalber die 2,1-Prozent-Grenze eingezogen, also die Grenze der Falsch-Positiv-Rate (1).

Unlängst hat mich jemand gefragt, wie ich sie berechne. Ich habe die in dieser Publikation berichteten 8 positiven Tests von anderen Coronaviren und die 3 falsch positiven von den Nullkontrollen genommen, also insgesamt 11 falsche Tests von allen, und durch die Gesamtzahl von 521 ausgewerteten Tests geteilt: 11/521×100 = 2,1 Prozent. Bei dieser Studie handelt es sich um eine Validierungsstudie im Labor.

Im wirklichen Leben wird in Deutschland meistens jede positive Probe erneut getestet. Allerdings sind die Bedingungen im Feld wesentlich schlechter als die im Labor, und die Zahl von 2,1 Prozent bezieht sich nicht auf die Personen, sondern auf die Anzahl der Tests. Das bedeutet: Der Test wird in circa 2,1 Prozent aller Fälle, in denen er angewandt wird, Menschen als Sars-CoV-2-positiv testen, die es nicht sind, oder die andere Coronaviren in sich tragen.

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