Brücken bauen

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18-10-20 08:39:00,

Am Anfang des Lockdowns war die Stimmung und die Atmosphäre in diesem Land eine völlig andere. Da war plötzlich ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu spüren, wie ich es in diesem Ausmaß noch nie erlebt habe. Es war so etwas wie eine Aufbruchsstimmung: „Das stehen wir gemeinsam durch! Wir halten zusammen.“ Die Menschen waren füreinander da, halfen sich gegenseitig, achteten aufeinander. Obwohl die Menschen Abstand hielten und physisch voneinander getrennt waren, war ganz deutlich ein gewisses Gemeinschaftsgefühl zu spüren. Wir fühlten uns so, als säßen wir alle in einem Boot.

In der Rückschau wird mir bewusst, dass sich diese Stimmung geändert hat, je länger der Lockdown andauerte. Und als die ersten Lockerungen eintraten, war sie ganz vorbei. Die Menschen waren müde und erschöpft von der hinter ihnen liegenden Anspannung und Anstrengung. Und, ganz wichtig, sie spürten, dass die gewohnte Normalität jetzt nicht zurückkehrt. Die Anstrengung wurde nicht belohnt. Ich weiß nicht mehr genau, wann es war. Ich weiß nur noch, dass ich innerlich sofort widersprochen habe, als ich Horst Seehofer zum ersten Mal von der „neuen Normalität“ reden hörte, auf die wir uns einstellen müssten.

Diese „neue Normalität“ ist gekennzeichnet durch

  • Angst,
  • „Social Distancing“ und
  • zunehmende staatliche Kontrolle.

Ich konzentriere mich im Folgenden auf Social Distancing, dieses neue Zauberwort. Gemeint ist damit, dass wir den Kontakt zu anderen reduzieren sollen, so weit es irgend geht. Die gebetsmühlenartig vorgetragene Begründung lautet: um die Ausbreitung des „neuartigen Virus“ zu verhindern. Wenn es wirklich darum ginge, könnten all diese Maßnahmen schon längst Vergangenheit sein! Was also ist dann der Zweck? Was ist das Ziel?

Eine Antwort darauf finden wir am ehesten, wenn wir uns dieses Social Distancing einmal genauer anschauen. Vordergründig geht es darum, körperlichen Abstand zu halten. Aber die Wirkung geht viel tiefer. Durch dieses Abstandhalten werden Gespräche, menschliche Nähe und Gemeinschaft erschwert. Dazu kommen noch die Masken. Sie wirken noch tiefer. Sie erinnern die Menschen daran, dass die Lage immer noch sehr gefährlich sei. Dadurch wird die Angst in den Köpfen und Herzen lebendig gehalten.

Außerdem wirken diese Masken als Symbol: Sie sind ein Zeichen der Unterwerfung und ein Maulkorb. Masken zeigen, dass wir uns den Corona-Verordnungen unterordnen müssen.

Dass unsere Grundrechte eingeschränkt sind und wir unsere Meinung nicht mehr frei äußern sollen.

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