Armes Schweden? – Der schwedische und der deutsche Corona-Weg im Vergleich | Von Christian Kreiß | KenFM.de

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21-10-20 07:26:00,

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Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Offene Universitäten, fast keine Gesichtsmasken, nie komplette Schulschließungen, nie ein Zwangs-Lockdown, Corona-Todeszahlen seit Monaten nahe Null, deutlich schwächerer Anstieg der Covid-Neuinfektionen als in den meisten anderen Ländern Europas und nur halb so hohe Infektionszahlen wie beim Peak im Juni sowie vor allem: Offenbar keine Panik vor steigenden Corona-Fallzahlen, keine Panik vor steigenden Todeszahlen wie in halb Europa und vielen anderen Ländern der Erde. Keine Wut, keine Aggression in der Bevölkerung, keine Denunziationen, sondern Vertrauen und Toleranz. Gleichzeitig sehr viel schwächerer Wirtschaftsabsturz als in den allermeisten Industrieländern, die harte, staatlich verordnete Zwangs-Lockdowns durchführten, beispielsweise nur halb so starker Wirtschaftsabsturz wie in Deutschland. Zu schön, um wahr zu sein? Nein, Schweden, Mitte Oktober 2020.

Im Gegensatz dazu die Situation in Deutschland: Angst- und Panikverbreitung auf allen Kanälen über rasend steigende Infektions- und Todeszahlen, Denunziations-Aufforderungen und ein Denunziations-Portal, Streit um Beherbergungsverbote, Kinder, selbst im Grundschulalter mit Masken im Unterricht, weitgehend geschlossene Universitäten, Drohung eines neuen harten Lockdowns durch Politiker, Maskenzwang im Freien, Aggression, Furcht, Drohungen, Beschimpfungen und gereizte Stimmung im öffentlichen Leben, ein häufig verstörtes tägliches Miteinander.

Welcher Corona-Weg war und ist der klügere? Der schwedische oder der deutsche?

Berichterstattung in den deutschen Medien zu Schweden

Zunächst soll ein Blick auf die Berichterstattung über den schwedischen Corona-Weg in den deutschen Massenmedien geworfen werden. Hier wird seit Monaten exzessiv und mit großer Freude das beliebte Schweden-Bashing betrieben. Nur ein paar ganz wenige Beispiele dazu. Am 12.5. titelte die Süddeutsche Zeitung: „Coronavirus in Schweden: Tödlicher Sonderweg“. Am 24.8. bestätigte die Süddeutsche Zeitung diese Sichtweise in einem Essay ihres Chefredakteurs Dr. Markus Beise mit dem Titel „Corona und Wirtschaft: Warum der Lockdown sinnvoll war“. Schwedens Corona-Politik sei einfach nur falsch gewesen, habe viel zu viele Tote gekostet und dabei nicht einmal einen wirtschaftlichen Vorteil gebracht.

Der Spiegel titelte am 20.6. „Schwedens tödlicher Corona-Irrtum“, am 25.6. „Warum Schweden so viele Covid-19-Tote hat (…) Die Eindämmung des Virus ist gescheitert.“ Diese Spiegel-Nachrichten kamen zu einem Zeitpunkt,

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