Warum die medizinische Versorgung ständig überlastet ist | Mieke Mosmuller

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21-10-20 09:39:00, Die Gesundheitsversorgung ist überlastet, und die Überlastung der medizinischen Pflege ist das Hauptmotiv für die Regierung, Maßnahmen zu ergreifen. Aber man scheint die Realität zu ignorieren, dass die Ursache dieser Überlastung auch in denselben Maßnahmen zu suchen ist. Dort, wo der Mediziner oder Pfleger sich der Ausübung seines gewählten Berufes widmen möchte oder sollte, machen die Protokolle und Einschränkungen durch die Maßnahmen diese Aufgabe unmöglich. Ein positives Testergebnis bedeutet nicht automatisch, dass man krank ist, sondern dass man sofort für 10 Tage unter Quarantäne gestellt wird. Wie findet die Versorgung durch den Dschungel der Massnahmen wieder zu ihrer idealen Aufgabe zurück? Video auf Youtube ansehen

Mieke Mosmuller

Ja, ich möchte einen Versuch wagen, die hohle Phrase der überforderten medizinischen Pflege etwas mit Inhalt zu füllen, und dafür haben wir einen anderen Rahmen gewählt. Ich werde eine Geschichte erzählen, die historisch fundiert ist.

Als wir am Ende des Gymnasiums, am Anfang der Universität waren, gab es eine große Revolte unter den Studenten, und das führte schließlich dazu, dass zum Beispiel in Amsterdam das Maagdenhuis op het Spui (Jungfrauenhaus am Spui) besetzt wurde, da gab es eigentlich die zentrale Verwaltung der Universität, auch die Aula, und die Studenten besetzten das Maagdenhuis mit der Absicht zu zeigen, dass sie ein Ende sehen wollten, dass sie nichts einzubringen hatten.

Sie können sich das Universitätssystem vorstellen, wie es immer gewesen ist, wo der Professor eine Art Gottheit war. Das passt nicht zu dem selbstbewussten Jüngling (oder der Jungfrau) und so kam es Ende der sechziger Jahre – zumindest in ganz Europa – zu einer Revolte unter den Studenten.

Wir haben das erlebt und tatsächlich auch so empfunden. Obwohl ich also nicht mir das Maagdenhuis besetzte, konnten wir verstehen, worum es ging, und als selbstbewusste junge Menschen hatten wir das Bedürfnis, mitreden zu können und zu sehen, was man mit uns machte, zum Beispiel auch während des Studiums. Nun, das war ein Erfolg, es gab dann einen Beteiligungsrat der Studenten und inwieweit sie tatsächlich etwas zu sagen hatten, das ist natürlich immer die Frage, aber was man feststellen konnte, war, dass der große Abstand zwischen den Studenten und dem Professor zum Beispiel immer kleiner wurde.

Allmählich wurde den immer kleiner und kleiner, bis wir mit einiger Überraschung feststellten,

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