Bolivien: Putschisten haben die Wahl krachend verloren | Anti-Spiegel

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22-10-20 12:40:00,

Vor ziemlich genau einem Jahr gab es in Bolivien einen Putsch, nachdem westliche Staaten und die Opposition Präsident Morales Wahlfälschung vorgeworfen haben. Nun haben die Anhänger von Morales die Wahl gewonnen und die US-treuen Putschisten haben krachend verloren.

Vor elf Monaten wurde in Bolivien der gewählte Präsident Morales weggeputscht. Dazu wurden Vorwürfe erhoben, er habe die Wahl gefälscht. Wie ich damals aufgezeigt habe, waren die Vorwürfe vom Westen konstruiert, wie mit geschnittene Gespräche sogar schon vor den Wahlen belegt haben. Die Details finden Sie hier.

Nachdem Morales weggeputscht war und das Land fluchtartig verlassen musste, sind spätere Untersuchungen schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahl nicht gefälscht gewesen ist. Während die deutschen „Qualitätsmedien“ im November letzten Jahres lang und breit über den „Wahlfälscher“ Morales und den Staatsstreich berichtet haben, der nach westlicher Lesart natürlich ein Sieg der Demokratie gewesen ist, waren die „Qualitätsmedien“ einige Monate später, als sich herausstellte, dass es keine Wahlfälschung gegeben hatte, der Meinung, ihre Leser mit dieser Information nicht behelligen zu müssen.

Um ihre Chancen auf einen Wahlsieg zu erhöhen, hat die Putschregierung Anklage gegen Morales wegen Terrorismus erhoben, um zu verhindern, dass der populäre Präsident zur Wahl antreten konnte. Doch das hat nichts genutzt, der Kandidat von Morales´ Partei, Luis Arce, hat die Wahl deutlich mit über 52 Prozent gewonnen und der Kandidat der Putschregierung, der nur auf 31 Prozent gekommen ist, musste seine Wahlniederlage eingestehen.

Interessanterweise berichten die deutschen „Qualitätsmedien“ nicht über die Wahl in Bolivien, nachdem ihnen die Wahl vor einem Jahr wochenlang so viele Schlagzeilen wert gewesen ist. Das dürfte daran liegen, dass das Ergebnis in allen Umfragen absehbar war und dass die Medien ja schlecht berichten können, dass nach der „demokratischen Revolution“ vor elf Monaten nun diejenigen deutlich gewonnen haben, gegen die das Volk angeblich letztes Jahr aufgestanden ist. Und der Putschregierung Wahlfälschung zu unterstellen, würde bedeuten, dass die Regierung die Wahlen gegen sich selbst gefälscht hätte, was so absurd wäre, dass nicht einmal die „Qualitätsmedien“ das behaupten würden. Also wird das Thema in Deutschland eben verschwiegen.

Hinzu kommt, dass es bei der Wahl eine rekordverdächtige Wahlbeteiligung von 87 Prozent gegeben hat, es ist also ganz eindeutig der Wille der absoluten Mehrheit der Bolivianer, dass der Kurs von Morales fortgesetzt wird.

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