Die Latte-Macchiato-Klimaschützer

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22-10-20 02:48:00,

Der Latte Macchiato war in letzter Zeit häufig Anlass für Sticheleien gegen eine angebliche überhebliche urbane Elite, vor allem im Milieu der Grünen-Wähler. Tatsächlich aber ist Latte Macchiato heutzutage nicht übermäßig elitär. Gemessen an den gesamtgesellschaftlichen Kosten der Milchproduktion ist das Getränk sogar noch ziemlich billig. Menschen, die bei Weißwürsten ethische Bedenken hätten, hängen die Latte bei Milchprodukten in der Regel nicht so hoch. Sie wähnen sich moralisch auf der sicheren Seite. Eine einfache Überlegung zeigt aber, dass dies falsch ist. Der überwiegende Teil der Umweltschäden wird nicht durch Tierquälerei angerichtet (die natürlich ebenfalls eine schlimme Sache ist), sondern durch die bloße Existenz einer so großen Anzahl von Tieren. Die Milchkuh belastet das Klima ebenso wie die Fleischkuh.

Auch demjenigen, den die Umwelt und das Leid der Tiere nicht so interessieren, sollte eines doch auf den Nägeln brennen: die eigene Gesundheit. Für alle, denen ethische Überlegungen „wurst“ sind, solange die Wurst schmeckt, hält John Robbins in seinem Buch „Ernährung für ein neues Jahrtausend“ (1) ein paar Argumente bereit, vor denen niemand die Augen verschließen kann.

Die moderne Massentierhaltung fordert auch von uns Menschen einen hohen Preis. Das Fleisch auf unseren Tellern enthält Rückstände von Pestiziden, Hormonen, wachstumsfördernden Substanzen, Insektiziden, Tranquilizern, radioaktiven Isotopen, Herbiziden, Antibiotika und Appetitanregern. Der menschliche Fleischesser dient, da er am Ende der Nahrungskette steht, all diesen Stoffen als „Endlager“.

Kinder saugen diese Schadstoffrückstände buchstäblich mit der Muttermilch auf. Aber auch der Genuss von Produkten aus Kuhmilch durch Erwachsene ist nicht ohne. So listet das Portal sagneinzumilch.de auf:

„Antibiotika werden neben der Eindämmung von Mastitis auch als Masthilfe zur Leistungssteigerung eingesetzt, was offiziell nicht erlaubt ist, sich aber von der Verwendung als Arzneimittel kaum unterscheiden lässt. Zusätzlich können Pestizide, Herbizide, Rückstände von Desinfektionsmitteln (hauptsächlich Chloroform) und Schadstoffe (Schwermetalle, PCB) in der Milch vorkommen, die beispielsweise über Futtermittel als Rückstände in der Milch zurückbleiben und hin und wieder in Form von Lebensmittelskandalen publik werden.“

Es kommt etwas hinzu, was erst mit der Corona-Krise verstärkt ins Bewusstsein drang. Die Massentierhaltung hat erheblich dazu beigetragen, die Wahrscheinlichkeit zur Verbreitung von allerlei Erregern zu erhöhen. Natürlich wissen Leser dieser Seite, dass Sars-CoV-2 kein außergewöhnlich gefährliches Killervirus ist und dass an der Presse-Berichterstattung diesbezüglich einiges übertrieben ist. Dennoch hätten es die Pharmalobby und die mit ihr verbundenen Politiker und Experten nicht so leicht gehabt,

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