“Es ist ein Wahnwitz, was da geschieht” – reitschuster.de

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22-10-20 01:53:00,

Die Corona-Bekämpfung nimmt immer merkwürdigere Züge an. Ein Leser, mit dem ich schon länger in Kontakt stehe, schrieb mir, dass er derzeit seine früheren Jobs kaum noch ausüben kann mangels Aufträgen und dass er sich als „Containment Scout“ des Robert-Koch-Instituts für das örtliche Gesundheitsamt beworben hat. Der Leser war selbst etwas überrascht, dass man ihn sofort engagierte. Die entsprechenden Einstellungsunterlagen vom Bundesverwaltungsamt mitsamt Arbeitsvertrag hat er mir zugeschickt, ich konnte sie überprüfen. Zitat:

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie als Containment Scout zur Unterstützung des Robert-Koch-Instituts und der lokalen Gesundheitsämter ausgewählt wurden. Anbei erhalten Sie den Arbeitsvertrag, ein Anschreiben, die Erklärung zur Zahlungsaufnahme und eine Bescheinigung zur Vorlage bei der XXXXXX.

Ich war ziemlich baff. Denn was der Leser da beschreibt, ist faktisch so etwas wie eine „Hilfspolizei“ der Gesundheitsämter: Er und viele seiner Kollegen waren dafür zuständig, die Leute in Quarantäne zu schicken. Entsprechende Stellenanzeigen gibt es auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (siehe hier). Anhand der Schilderung meines Lesers liegt der Verdacht auf der Hand, dass hier schwerwiegende Eingriffe in die Freiheitsrechte durch nicht einmal solide angelernte Hilfskräfte erfolgen. Aber alles der Reihe nach.

Der Leser schrieb mir: „Ich hänge Ihnen auch noch zusätzlich meine Art Tagebuch der ersten fünf Arbeitstage an. Vielleicht auch ganz aufschlussreich für Sie. Mir ist klar, dass ich ein gewisses Risiko eingehe, aber ich muss was tun. Bitte die dort genannten Namen der Mitarbeiter natürlich auch nicht veröffentlichen.

Hier die Info, wie die Quarantäne angeordnet wird:

Die Quarantäne-Anordnung läuft hier und ziemlich sicher auch im ganzen Land so ab: Man ruft die Leute an und ordnet die dann entweder in Kontaktperson 1 (KP1) bei engem Kontakt oder eben KP2 bei Kontakt mit Abstand oder zeitlich nur kurzem Kontakt (weniger als 15 min.) ein.

KP1 muss dann 10 Tage (falls positiv getestet) oder 14 Tage (falls negativ oder kein Test) in Quarantäne. Klingt erstmal komisch, ist aber so, weil der Positive ja schon krank ist, während der Negative noch in der Inkubationszeit sein kann, daher vier Tage länger „Puffer“.

Die Quarantäne (z.B. bis zum XX.10.20) wird am Telefon ausgesprochen und dann fragt man die Leute nach deren Mailadresse. Bis auf ein paar Alte haben alle eine Mail.

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