Tief durchatmen!

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23-10-20 06:44:00,

„Höre auf die Wissenschaft!“ ist eines der neuen Credos geworden, das offensichtlich den aktuellen Diskurs rund um Corona bestimmt. Facebook, Instagram sowie der Großteil der Leitmedien scheinen hier einer Meinung zu sein. Viele Menschen sind überzeugt davon, dass sie tatsächlich wissenschaftlichen Grundsätzen folgen. Dabei wollen sie sich nicht wirklich eingestehen, dass sie eigentlich nicht viel mehr wissen als das, was sie durch Facebook und die „Leitmedien” erfahren. Und dort tummeln sich immer nur dieselben „Experten“, die jedoch kaum eine abweichende Meinung zulassen. Eine reflektierte und kritische Auseinandersetzung mit den Phänomenen dieser Zeit ist so natürlich nicht möglich.

Schlimmer als das Nicht-informiert-sein oder auch das Falsch-informiert-sein, ist aber meines Erachtens der Konformismus, der das Verhalten der Mehrheit derzeit bestimmt. Das zeigt die Angst, von der Mainstream-Meinung abzuweichen, sowie das kollektive Wegschauen bei Ereignissen, die genauso menschenverachtend wie beschämend sind und die in dieser Zeit stattfinden, die aber stillschweigend „im Namen der Gesundheit“ hingenommen werden.

Ein Beispiel für so eine Verfehlung ist, wie Schwangere bei der Geburt in Covid-19-Zeiten behandelt werden. Wer es noch nicht gehört hat: In Frankreich und Belgien, aber auch in anderen Ländern werden Frauen neuerdings dazu gezwungen, mit Maske zu gebären.

Während sich die Wissenschaft immer noch nicht ganz darüber einig ist, ob das Masken-Tragen die Verbreitung der Virusinfektion verhindert, wie beispielsweise Ines Kappstein in der Fachzeitschrift für Krankenhaushygiene erläutert, oder ob überhaupt noch dieselbe Pandemiegefahr wie im Februar/März dieses Jahres besteht, scheinen die Dogmen der Maske unhinterfragt in alle Lebensbereiche hinein zu wirken, ohne das kleinste Bisschen an Mitgefühl und Mitmenschlichkeit.

Wer von meinen Freunden bereits Kinder hat, weiß, dass das Kindermachen und Kinderbekommen eines der schönsten und bewegendsten Ereignisse im Leben eines Menschen ist, auch wenn Frauen beim Kinderbekommen ungleich mehr leisten müssen als Männer. Es ist etwas ganz fundamental und existenziell Bewegendes. Gleichzeitig ist es Schwerstarbeit. Leider macht die Corona-Panik auch vor den Geburtsstationen nicht halt.

Das französische Kollektiv Stop aux violences obstetricales et gynécologiques (Stop der Gewalt bei der Geburtshilfe) sammelte in kürzester Zeit unter dem Hashtag #stopaccouchementsmasqués über 1.000 persönliche Erfahrungsberichte von Frauen aus Frankreich und Belgien, die erzählen, wie es ihnen bei der Geburt ergangen ist.

Fanny aus Versailles zum Beispiel, Mutter des kleinen Maël, schilderte, dass sie sich während des gesamten Geburtsvorganges mehrfach übergeben musste.

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