Die Mutigmacher

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24-10-20 12:42:00,

Isabelle Krötsch: In diesen turbulenten Zeiten ist es schwer, eine tänzerische Leichtigkeit zu bewahren sowie lösungsorientiert ausgerichtet zu bleiben. Das erste Gefühl, das ich bei Mutigmacher hatte: Ihr wagt es, Menschen zu animieren, das auszusprechen, was sie denken: Der Kaiser ist nackt!

Unser inneres Kind, unsere Seele, weiß intuitiv, wenn etwas nicht stimmig ist. Auch schon vor Corona machte sich seit längerem immer mehr das Gefühl in unserer Welt breit, dass etwas falsch läuft. In den vergangenen Jahrzehnten und Jahren entstanden alternative Netzwerke in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Nun finden all diese einzelnen Strömungen und Hinterfragungen zusammen und bilden einen mächtigen Strom des Wandels: die beste Zeit, sich zu entscheiden, sein angesammeltes Wissen über Unrecht in dem ein oder anderen Öffentlichkeitsbereich preiszugeben. Durch das Schaffen einer solchen Plattform entlastet ihr den Einzelnen, die brisante Situation bekommt Flügel und wird gleich aus der Gemeinschaft herausgetragen. Was ist für euch der wichtigste Aspekt, den ihr potenziellen Whistleblowern mitgeben wollt?

Hardy Groeneveld: Bei Mutigmacher geht es insbesondere um Angstfreiheit, um Angstreduktion. Es gibt sehr viel unterschiedliche Angstgründe und Angstschwellen. Die Menschen, die etwas wissen, das eine hohe Wichtigkeit für die Öffentlichkeit hat und die sich bisher noch nicht herausgetraut haben, genau denen möchten wir über die Angstschwelle helfen. Es geht uns immer um Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Persönlich bin ich auch heftig am Räumen letzter Angstfelder, die mich noch binden und programmiert halten. Es wird einem ja so viel eingeimpft. Wenn ich mich aber in einen Menschen mit leitender Position hineinversetze, der elementare Dinge weiß, die zu den bestgehüteten — manchmal auch offenen — Geheimnissen der Welt gehören, kann ich mir vorstellen, dass man auch Todesängste hat, wenn es darum geht, auszupacken. Ein aktuelles Beispiel ist der Leak eines Papers aus dem Bereich des Bundestages, die hanebüchene Pläne und Programme beinhalten, bei denen wir sofort wissen, dass es sich um einen regelrechten Krieg gegen die Menschheitsfamilie handelt. Das ist jemand, der bisher unbekannt bleiben wollte.

Wir sind gerade dabei, zu diesem Menschen Kontakt aufzunehmen. Bisher ist er tatsächlich anonym. Mehr Glaubwürdigkeit entsteht, wenn jemand mit Gesicht nach draußen geht.

Da sind wir mitten im Kaninchenbau. Wir glauben, in einer Demokratie zu leben und Demokratie sei ein Garant für Gerechtigkeit, Freiheit, Mitbestimmung … und in dieser Zeit der Causa Corona,

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